Hossli.com https://www.hossli.com Peter Hossli, Reporter Fri, 13 Mar 2026 13:42:34 +0000 en-US hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Chancen statt Tränen https://www.hossli.com/articles/2026/03/01/chancen-statt-tranen/ https://www.hossli.com/articles/2026/03/01/chancen-statt-tranen/#respond Sun, 01 Mar 2026 10:44:54 +0000 https://www.hossli.com/?p=27291 <h1>Hossli.com » Chancen statt Tränen</h1><div> <div> <section> <p> <span>Peter Hossli, a curious reporter who always finds a good story</span> </p> </section> <section id="content" role="main"> <article id="post-27291"> <p>In Nottwil erweisen Hunderte Guido A. Zäch die letzte Ehre. Der Gründer des Paraplegikerzentrums veränderte nicht nur die Medizin, sondern auch den Blick auf Menschen mit Behinderung – weit über die Schweiz hinaus. </p> <div> <p><img alt="" decoding="async" fetchpriority="high" height="853" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00009.jpeg" srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00009.jpeg 1280w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00009-300x200.jpeg 300w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00009-1024x682.jpeg 1024w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00009-768x512.jpeg 768w" width="1280"></img></p> <p>Von <a href="http://www.hossli.com/about">Peter Hossli</a> (Text) und<a href="http://www.stefanbohrer.com"> Stefan Bohrer</a> (Fotos)</p> <p>Flach liegt der Sempachersee da. Die Sonne taucht die Zentralschweizer Alpen in warmes Licht. Ihre Strahlen spiegeln sich in den Fenstern des Paraplegikerzentrums von Nottwil LU. In jenem Werk, das Guido A. Zäch (1935–2026) hinterlässt.</p> <p>Drinnen in der Aula ist kein Platz frei. Hunderte Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sind an diesem Samstagvormittag gekommen, um Zäch die letzte Ehre zu erweisen. Dazu seine Familie, Weggefährten und Politiker.</p> <p>Sie danken einem Pionier und Visionär. Vor über fünfzig Jahren setzte sich Zäch das Ziel, Querschnittgelähmten ein besseres Leben zu ermöglichen. Ihnen Chancen statt Tränen geben wollte.</p> <p>Am 16. Februar starb er im Alter von 90 Jahren. Sein Ziel hatte er erreicht.</p> <p>Andächtige Musik erklingt. Blumengestecke schmücken die Bühne. Auf der Leinwand erscheinen Fotos: Zäch als Arzt, als Kind, als Familienmensch, als Oberst, als Nationalrat. Die letzten zeigen ihn im Rollstuhl, als gebrechlichen Mann, der dennoch Wärme ausstrahlte.</p> <p><img alt="" decoding="async" height="853" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00017.jpeg" srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00017.jpeg 1280w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00017-300x200.jpeg 300w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00017-1024x682.jpeg 1024w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00017-768x512.jpeg 768w" width="1280"></img></p> <p>Niemand könne «in die grossen Fussstapfen von Guido A. Zäch treten», sagt der Rollstuhlsportler und mehrfache Paralympicssieger Heinz Frei (68). Er beginnt zu weinen, als er erzählt, wie Zäch ihm nach seinem Unfall im Alter von 20 Jahren Mut zugesprochen habe. «Er sagte: ‹Das, was zwischen den Ohren ist, ist nicht betroffen von der Lähmung.›»</p> <p><strong>Weit über die Schweiz hinaus</strong></p> <p>Eigens aus München angereist ist der deutsche Schauspieler Samuel Koch (38), der seit seinem Unfall in der TV-Sendung «Wetten, dass..?» querschnittgelähmt ist. Er betont den internationalen Rang von Zächs Schaffen: «Es geht weit über die Schweizer Grenzen hinaus, sein Werk sucht international seinesgleichen.»</p> <p>Unvergessen sei ihm ein Satz: «Er sagte zu mir: Samuel, es ist deine verdammte Pflicht, jetzt in Deutschland auch für die Rechte der Rollstuhlfahrer zu kämpfen.»</p> <p>Früher seien querschnittgelähmte Menschen «als Krüppel bezeichnet und in Pflegeheime abgeschoben» worden, sagt Heidi Hanselmann (64), Präsidentin des Stiftungsrats der Schweizer Paraplegiker-Stiftung. Zäch habe «diese Art von Denken 180 Grad gedreht». Das sei «eine unglaubliche Revolution, die dieser Mensch umsetzen konnte».</p> <p><img alt="" data-lazy-sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" data-lazy-src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00038.jpeg" data-lazy-srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00038.jpeg 1280w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00038-300x200.jpeg 300w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00038-1024x682.jpeg 1024w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00038-768x512.jpeg 768w" decoding="async" height="853" src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20viewBox='0%200%201280%20853'%3E%3C/svg%3E" width="1280"></img></p> <p>Diese Einschätzung teilt Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren. «Die Schweiz hat einen Visionär verloren, aber wir behalten seine Vision einer modernen und inklusiven Paraplegie», sagt er. «Es ist mir in guter Erinnerung, wie er sich regelmässig bis ins hohe Alter auf die Knie begab, um mit Personen im Rollstuhl auf Augenhöhe reden zu können.»</p> <p>Für alt bundesrat Samuel Schmid (79) war Zäch vor allem eines: «ein Schaffer». Zäch habe «für viele Leute das Leben wieder lebenswert gemacht». Schmid verschweigt nicht, dass «ab und zu mal etwas nicht so gut war, das gehört auch dazu». Entscheidend sei das Gesamtbild: «Was er gemacht hat, bleibt.»</p> <p>Es sei unermesslich wertvoll, was Zäch geleistet habe, sagt die Luzerner Mitte-Ständerätin Andrea Gmür-Schönenberger (61). Persönlichkeiten wie er hätten es in der Schweiz nicht immer leicht. Das löse «manchmal Kritik aus, manchmal geht das auch in Richtung Neid».</p> <p><strong>Grab bei einer Kapelle in Nottwil</strong></p> <p>Nach der Feier reden die Anwesenden bei Aufschnitt, Birnbrot, Risotto mit Gulasch und Streuselkuchen weiter über den Verstorbenen.</p> <p>Wer ein paar hundert Meter westwärts geht, gelangt zur Kapelle St. Margrethen. Zeitlebens liess Zäch die Kirche renovieren. Nun liegt dort sein frisches Grab mit einem schlichten Holzkreuz und vielen Kränzen.</p> <p>Der Ostschweizer ruht dort, wo sein Vermächtnis ist: in Nottwil.</p> <p><img alt="" data-lazy-sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" data-lazy-src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00026.jpeg" data-lazy-srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00026.jpeg 1280w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00026-300x200.jpeg 300w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00026-1024x682.jpeg 1024w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/03/Zach_00026-768x512.jpeg 768w" decoding="async" height="853" src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20viewBox='0%200%201280%20853'%3E%3C/svg%3E" width="1280"></img></p> </div> </article> </section> </div> </div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span> https://www.hossli.com/articles/2026/03/01/chancen-statt-tranen/feed/ 0 Runder Tisch für Crans-Montana: Von 9/11 lernen https://www.hossli.com/articles/2026/02/26/runder-tisch-fur-crans-montana-von-9-11-lernen/ https://www.hossli.com/articles/2026/02/26/runder-tisch-fur-crans-montana-von-9-11-lernen/#respond Thu, 26 Feb 2026 10:58:26 +0000 https://www.hossli.com/?p=27258 <h1>Hossli.com » Runder Tisch für Crans-Montana: Von 9/11 lernen</h1><div> <div> <section> <p> <span>Peter Hossli, a curious reporter who always finds a good story</span> </p> </section> <section id="content" role="main"> <article id="post-27258"> <p>Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana sucht der Bundesrat aussergerichtliche Lösungen. Ein Blick nach Amerika zeigt ein Vorbild: Nach 9/11 entschied Anwalt Kenneth Feinberg, wer wie viel erhielt – und berechnete den Wert eines Lebens. </p> <div> <p><img alt="" decoding="async" fetchpriority="high" height="1536" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/man.watching.jpg" srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/man.watching.jpg 2048w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/man.watching-300x225.jpg 300w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/man.watching-1024x768.jpg 1024w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/man.watching-768x576.jpg 768w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/man.watching-1536x1152.jpg 1536w" width="2048"></img></p> <p>Stirbt ein Mensch gewaltsam oder wird jemand schwer verletzt, stellt sich schnell die Schuldfrage. Und die Frage nach Geld: Wer zahlt, wer haftet?</p> <p>Eine Frage ist zentral: Welchen Wert hat ein verlorenes oder geschädigtes Leben?</p> <p>Normalerweise verhandeln Gerichte solche Fragen. Anwälte, Versicherungen und Behörden ringen um Summen und Verantwortlichkeiten. Das dauert oft Jahre, verschlingt Millionen und hinterlässt emotionale Wunden.</p> <p>Bei der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS will der Bundesrat diesen Weg abkürzen. Mit einem runden Tisch, den Justizminister Beat Jans (61, SP) am Mittwoch vorstellte. Behörden, Anwälte der Beschuldigten und Betroffene sollen dort aussergerichtlich aushandeln, wer wie viel erhält.<br></br> Verliererin wäre die juristische Branche.</p> <p>Ein Vorbild dafür gibt es in den USA. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 stand das Land vor einer beispiellosen Aufgabe: Wie entschädigt man die Angehörigen der Opfer? Der Staat richtete einen Entschädigungsfonds ein. Nicht nur aus Mitgefühl. Man wollte verhindern, dass die Klagen Fluggesellschaften und Flughäfen in den Ruin treiben.</p> <p><strong>Wie bemisst man den Wert eines Lebens?</strong></p> <p>Es stellte sich eine ähnliche Frage wie jetzt nach Crans-Montana. Wie bemisst man den Wert eines Lebens? Antworten fand nicht ein runder Tisch, sondern ein Anwalt aus Boston: Kenneth Feinberg (80) wurde beauftragt, etwas Unmögliches zu tun, nämlich Leben in nackte Zahlen zu übersetzen.</p> <p>Minutiös analysierte er jedes Schicksal und rechnete in Dollars und Cents. Jüngere erhielten mehr als Ältere, Verheiratete mehr als Alleinstehende, Top-Verdiener mehr als Hilfsarbeiter. Wer im Flugzeug sass, starb schneller und litt weniger als jene, die in den Türmen ausharrten, bis sie einstürzten.</p> <p><strong>Wer mehr verdiente, erhielt mehr</strong></p> <p>Im Schnitt sprach Feinberg rund 1,5 Millionen Dollar pro Todesfall zu, finanziert aus Steuergeldern. Die 25 bestverdienenden Opfer – Männer mit über zwei Millionen Dollar Jahreseinkommen – erhielten rund 6,3 Millionen Dollar. Die höchste Entschädigung, etwa acht Millionen Dollar, ging an einen Überlebenden mit schweren Verbrennungen.</p> <p>Insgesamt verteilte Feinberg rund sieben Milliarden Dollar an Hinterbliebene von 2880 Todesopfern und an 2680 Verletzte. Wer das Geld annahm, verzichtete auf Klagen. Feinberg arbeitete unentgeltlich.</p> <p><img alt="" data-lazy-sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" data-lazy-src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/carroll.gardens.jpg" data-lazy-srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/carroll.gardens.jpg 2048w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/carroll.gardens-300x225.jpg 300w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/carroll.gardens-1024x768.jpg 1024w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/carroll.gardens-768x576.jpg 768w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/carroll.gardens-1536x1152.jpg 1536w" decoding="async" height="1536" src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20viewBox='0%200%202048%201536'%3E%3C/svg%3E" width="2048"></img></p> <p>Feinberg studierte an der New York University Recht. Später arbeitete er als Berater von Senator Ted Kennedy. Seit den 1980er-Jahren war er als Opferanwalt tätig: Er vertrat Vietnamveteranen oder Familien, deren Kinder bei einem Schulmassaker ums Leben kamen. Sein Auftrag war stets der gleiche: Leid zu beziffern.</p> <p><strong>Die Schweiz braucht einen Feinberg</strong></p> <p>Nach 9/11 traf Feinberg über 1000 Familien. Dreizehn lehnten Geld kategorisch ab. Der Verlust eines Menschen, sagten sie ihm, lasse sich nicht bezahlen.</p> <p>Jetzt braucht die Schweiz einen Feinberg, eine integre Person, die am runden Tisch das so Schwierige schaffen muss: einen von allen akzeptierten Modus zu finden, um den Wert eines verlorenen oder geschädigten Lebens festzusetzen.</p> </div> </article> </section> </div> </div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span> https://www.hossli.com/articles/2026/02/26/runder-tisch-fur-crans-montana-von-9-11-lernen/feed/ 0 Der Mann, der Menschen aufrichtete https://www.hossli.com/articles/2026/02/18/der-mann-der-menschen-aufrichtete/ https://www.hossli.com/articles/2026/02/18/der-mann-der-menschen-aufrichtete/#respond Wed, 18 Feb 2026 10:56:59 +0000 https://www.hossli.com/?p=27245 <h1>Hossli.com » Der Mann, der Menschen aufrichtete</h1><p>Guido A. Zäch kniete nieder, um auf Augenhöhe zu sein. Der Arzt und Gründer des Paraplegiker-Zentrums Nottwil ist im Alter von 90 Jahren gestorben. </p><div> <p><img alt="" data-lazy-sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" data-lazy-src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4729.jpeg" data-lazy-srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4729.jpeg 1280w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4729-300x200.jpeg 300w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4729-1024x682.jpeg 1024w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4729-768x512.jpeg 768w" decoding="async" fetchpriority="high" height="853" src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20viewBox='0%200%201280%20853'%3E%3C/svg%3E" width="1280"></img></p> <p>Von <a href="http://www.hossli.com/about">Peter Hossli</a> (Text) und <a href="http://www.stefanbohrer.com">Stefan Bohrer</a> (Fotos)</p> <p>Eine Begegnung zeigt, wer Guido A. Zäch war. Vor einem Jahr in Nottwil LU traf der Gründer des Paraplegiker-Zentrums zufällig in einem Untergeschoss auf den mehrfachen Olympiasieger Heinz Frei (68). Beide strahlten. Zäch stand, der Parasportler sass im Rollstuhl. Ohne zu zögern, kniete der damals 89-jährige Arzt nieder. Nicht aus Schwäche, sondern weil er Frei auf Augenhöhe begegnen wollte.</p> <p>Auf Augenhöhe begegnete Zäch seinen Patienten während mehr als fünf Jahrzehnten als Arzt. «Kein anderer Fussgänger versteht unsere Probleme so gut wie Dr. Zäch», sagte Frei. «Ohne ihn wären wir nicht da, wo wir heute sind.» Zäch? Frei nannte ihn «unseren Vater».</p> <p>Nun ist Guido A. Zäch im Alter von 90 Jahren gestorben. Mit ihm verliert die Schweiz eine Jahrhundertfigur: Arzt, Pionier, Unternehmer.</p> <p>Vor 51 Jahren gründete er die Schweizer Paraplegiker-Stiftung, aus der das 1990 eröffnete Paraplegiker-Zentrum in Nottwil entstand. Eine weltweit einzigartige Institution, die Chirurgie, Rehabilitation, Forschung und soziale Integration vereint und das Leben Zehntausender geprägt hat.</p> <p>Warum tat er das? «Weil mein Leben einen Sinn brauchte», erzählte er mir. «Ich musste meine depressive Verstimmung überwinden.» Es ging ihm besser, wenn er anderen helfen konnte. «Menschen, die wir aufrichten, stützen uns.»</p> <p>Als 18-Jähriger sprang Zäch in ein Becken mit zu wenig Wasser und erlitt Stauchungen an der Wirbelsäule. Der Ostschweizer hatte Glück. Später behandelte er als junger Arzt einen Mann, der nach einem ähnlichen Unfall querschnittgelähmt blieb. Zäch stellte sich eine Frage, die zu seiner Lebensaufgabe wurde: «Wie möchte ich behandelt werden?»</p> <p>Was er sah, schockierte ihn. Querschnittgelähmte Patienten vegetierten in Pflegeheimen, litten an Druckgeschwüren und Infektionen; viele starben früh. Als Zäch bessere Bedingungen forderte, bekam er zynische Antworten. «Jetzt zahlt die Suva 1750 Franken für die Beerdigung. Lebt er, kostet er 300 000 Franken», sagte ein Vorgesetzter.</p> <p><img alt="" data-lazy-sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" data-lazy-src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4472.jpeg" data-lazy-srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4472.jpeg 1280w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4472-300x200.jpeg 300w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4472-1024x682.jpeg 1024w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4472-768x512.jpeg 768w" decoding="async" height="853" src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20viewBox='0%200%201280%20853'%3E%3C/svg%3E" width="1280"></img></p> <p>Zäch entwickelte ein ganzheitliches Modell, das medizinische Behandlung mit sozialer Reintegration verband. Heute kehren in Nottwil 61 Prozent der Patienten ins Berufsleben zurück – ein Spitzenwert, der weit über dem globalen Durchschnitt von 37 Prozent liegt.</p> <p>Der Weg dahin war steinig. Basel und Risch ZG wollten keine Rollstühle im Ortsbild. Erst Nottwil sagte Ja. Doch selbst danach zweifelten Versicherungen, und Ärzte winkten ab.</p> <p>Zäch blieb unbeirrbar. Seine Hartnäckigkeit zahlte sich aus: Die hohe Wiedereingliederungsrate spart der Allgemeinheit jährlich rund 100 Millionen Franken an IV-Renten. Darauf war er stolz.</p> <p>Er lebte schnell, zog sieben Kinder gross, war Chefarzt, Stiftungspräsident, Nationalrat, Oberst mit 1250 Diensttagen. Ob das nicht zu viel gewesen sei? «Eine Woche hat 168 Stunden, nicht 40. Die meisten verschlafen den grossen Teil ihres Lebens», sagte er.</p> <p>2002 kam der Bruch – öffentlich. Er wurde wegen Veruntreuung angeklagt und letztlich vom Bundesgericht verurteilt. «Ich schwöre, ich habe nie einen Franken Stiftungsgelder veruntreut», sagte er mir 2015. Zehn Jahre später pochte er auf sein Recht auf Vergessen. Die Menschen hätten ihn trotz allem getragen.</p> <p>«Wann immer ich in den Medien an die Kasse kam, füllte sich unsere Kasse.» Zäch wusste um seine polarisierende Wirkung. «Die Schweiz mag keine Ausnahmeerscheinungen. Wer sich über die Norm erhebt, dem schlägt man den Kopf ab.»</p> <p>Was bleibt, ist ein Ort am Sempachersee, wo draussen Schafe grasen und drinnen modernste Medizin versehrten Menschen hilft, ihr Leben neu zu beginnen.</p> <p>Und die Haltung eines Arzts, der Mitleid verabscheute. «Mitleid ist eine Herabsetzung», sagte er. «Ein Rollstuhlfahrer braucht keine Tränen, sondern Chancen.»</p> <p>Sie zu geben, war sein Leben.</p> <p><img alt="" data-lazy-sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" data-lazy-src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4622.jpeg" data-lazy-srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4622.jpeg 1280w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4622-300x200.jpeg 300w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4622-1024x682.jpeg 1024w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/02/4A8A4622-768x512.jpeg 768w" decoding="async" height="853" src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20viewBox='0%200%201280%20853'%3E%3C/svg%3E" width="1280"></img></p> </div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span> https://www.hossli.com/articles/2026/02/18/der-mann-der-menschen-aufrichtete/feed/ 0 “Die Iraner hoffen auf Donald Trump” https://www.hossli.com/articles/2026/01/11/die-iraner-hoffen-auf-donald-trump/ https://www.hossli.com/articles/2026/01/11/die-iraner-hoffen-auf-donald-trump/#respond Sun, 11 Jan 2026 13:24:18 +0000 https://www.hossli.com/?p=27308 <h1>Hossli.com » “Die Iraner hoffen auf Donald Trump”</h1><p>Während die Welt auf Venezuela und Grönland blickt, gehen im Iran Millionen auf die Strasse und fordern den Sturz des Regimes. Ein iranischer Politologe, der soeben durch seine Heimat gereist ist, beschreibt eine Gesellschaft in Aufruhr. </p><div> <p><img alt="" decoding="async" fetchpriority="high" height="592" sizes="(max-width: 792px) 100vw, 792px" src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/01/84102cc2-4415-44cf-9f6e-0c4a3173c7e3_792x592.jpg" srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/01/84102cc2-4415-44cf-9f6e-0c4a3173c7e3_792x592.jpg 792w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/01/84102cc2-4415-44cf-9f6e-0c4a3173c7e3_792x592-300x224.jpg 300w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/01/84102cc2-4415-44cf-9f6e-0c4a3173c7e3_792x592-768x574.jpg 768w" width="792"></img></p> <p>Von <a href="http://www.hossli.com/about" rel="noopener" target="_blank">Peter Hossli</a></p> <p><em>Der iranische Politologe M. R. (47) lebt in Dubai und beobachtet das Geschehen im Auftrag der Regierung eines europäischen Landes. Zudem berät er europäische Unternehmen und besitzt einen europäischen Pass. Während einer Reise durch den Iran sprach er mit Jugendlichen, Generälen sowie mit Menschen in Städten und Dörfern. Da er regelmässig in den Iran reist, möchte er anonym bleiben.</em></p> <p><strong>Sie sind am Donnerstag nach einer dreiwöchigen Reise durch den Iran zurück nach Dubai gekommen…</strong><br></br> …ja, auf dem letzten Flug. Emirates setzte die Flüge zwischenzeitlich aus. Jetzt kann man von Dubai aus den Iran wieder erreichen. Ein Bekannter von mir ist am Samstag nach Teheran geflogen.</p> <p><strong>Auf X sind viele Videos zu sehen, die auf den Strassen einen starken Widerstand gegen das Regime zeigen. Geben diese Videos ein realistisches Bild wieder?</strong><br></br> Ja, der Widerstand gegen das Regime ist tatsächlich stark. Täglich nimmt er zu. Als ich vor drei Wochen ankam, fielen mir die verschmutzte Luft und das verseuchte Wasser auf. Als würde das Regime versuchen, die Menschen damit zu schwächen. Trotzdem gehen sie auf die Strasse. Alle haben genug von Führer Ayatollah Chamenei – sogar Leute im Regime.</p> <p><strong>Also auch die militärische Führung?</strong><br></br> Ein General hat mir in Teheran gesagt: «Unser Fehler war es, dass wir den Schah nicht durch einen General, sondern einen Mullah ersetzt haben.»</p> <p><strong>Welche Menschen sind auf der Strasse? Junge? Gebildete? Arbeiter?</strong><br></br> Eine Mischung aus allem. Arme, die sich nur noch Brot leisten können und in den letzten Jahren kaum Fleisch gegessen haben. Dazu Studenten und Arbeiter. Die Mittelschicht gibt es nicht mehr. Wir haben nur noch die Reichen und die Unterschicht.</p> <p><strong>Wie grossflächig ist der Widerstand?</strong><br></br> Früher fanden die Demonstrationen nur in grossen Städten statt. Jetzt sieht man sie sogar in meiner kleinen Stadt im Norden des Iran. Die Menschen haben dort Gebäude in Brand gesteckt.</p> <p><strong>Westliche Medien berichten, es handele sich um einen wirtschaftlichen Aufstand.</strong><br></br> Es geht längst nicht mehr nur um hungernde Menschen. Sicher, dieses Regime hat die Wirtschaft zerstört. Sie haben die Kontrolle über die Inflation verloren. Alles bricht gerade zusammen. Die Menschen haben erkannt, dass sie sterben werden, wenn sie nicht aufstehen. Sie sagen buchstäblich: Das Regime bringt uns um – durch Hunger, durch schlechte Luft, durch verseuchtes Wasser.</p> <p><strong>Wie aggressiv reagiert die Polizei?</strong><br></br> Als ich unlängst auf dem Basar von Teheran war, habe ich überall gut ausgerüstete Bereitschaftspolizei gesehen. Sie sprechen nicht mit Teheraner Akzent, sondern mit kurdischem oder einem anderen. Man sieht, dass sie sie aus verschiedenen Orten hergebracht haben.</p> <p><strong>Das Regime holt sie aus kleinen Städten nach Teheran?</strong><br></br> Sie versetzen Polizisten vom Norden nach Teheran oder von Teheran in den Süden. Würden sie Leute aus denselben Städten einsetzen, hätten sie vielleicht Empathie und würden nicht so hart durchgreifen.</p> <p><strong>Was sind die Forderungen der Demonstranten?</strong><br></br> Etwas ist neu: Die Mehrheit sagt jetzt, wir wollen den Schah zurück. Wir wollen das Pahlavi-System, die Monarchie zurück. Sie wollen keinen Islam mehr. Ich habe im ganzen Land mehr als tausend Menschen befragt: «Sehen Sie sich als Muslim oder Nicht-Muslim?» 91 Prozent gaben an, Atheisten zu sein. Nur 9 Prozent sagten, sie seien Muslime. Im Iran herrscht Säkularismus, anders als im Irak, in der Türkei oder in Syrien.</p> <p><strong>Der Sohn des Schahs lebt seit über 40 Jahren in den USA. Spielt er wirklich eine Rolle im Iran?</strong><br></br> Früher haben die Protestierenden nie gesagt, dass sie den Schah zurückhaben wollen. Früher wollten sie Reformisten. Aber jetzt sehen sie die Reformisten und die Konservativen als gleich an – als «Good Cop, Bad Cop»-Politik. Sie verstehen, dass beide zusammenarbeiten, um das Regime aufrechtzuerhalten.</p> <p><strong>Wissen die jungen Menschen, die den Schah nie erlebt haben, überhaupt, dass es einen Sohn in den USA gibt?</strong><br></br> Ich war von den jungen Iranern beeindruckt. Diese Generation Z, etwa 18 bis 22 Jahre alt, diese Kinder haben ein grösseres globales Bewusstsein als Menschen in meinem Alter. Die jungen Leute haben sich damit beschäftigt, was Reza Schah nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Iran gemacht hat und was sein Sohn Mohammed Reza Schah getan hat. Sie vergleichen es mit dem aktuellen Regime. Und sie sehen, dass die Mullahs nichts getan haben. Sie gaben das Geld dafür aus, den Terror zu finanzieren und die Ideologie des schiitischen Islam zu exportieren.</p> <p><strong>2018 und 2022 wurden die Aufstände in Iran brutal niedergeschlagen. Kommt es dieses Mal anders?</strong><br></br> Viele Bereitschaftspolizisten wollen nicht mehr hart durchgreifen, weil sie das Gefühl haben, dass dieses Regime am Ende ist. Wenn sie anfangen, hart durchzugreifen, könnten später Strafverfolgungsbehörden gegen sie vorgehen.</p> <p><strong>Auf was hoffen die Iraner jetzt?</strong><br></br> Die Iraner hoffen auf US-Präsident Donald Trump. Er hat mit der Verhaftung des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro gezeigt, wozu er imstande ist. Auch wenn Europa ihn nicht mag: Die Menschen im Iran lieben Trump. Trump ist der Retter. Sie nennen ihn «Onkel Trump», sie nennen ihn Jesus, sie nennen ihn Mahdi – das ist in der schiitischen Religion jemand, der die Ankunft Jesu vorbereitet.</p> <p><strong>Trump hat gesagt, wenn das Regime anfängt, Menschen zu töten, wird er eingreifen. Was bedeutet das?</strong><br></br> Es geht um «Responsibility to Protect» – die Verantwortung zu schützen. Es gibt einen Artikel der Vereinten Nationen, der vor 21 Jahren verabschiedet wurde und 2011 gegen den libyschen Diktator Gaddafi angewendet wurde. Was Trump gesagt hat, bedeutet: Wir werden uns einmischen, wenn Sie dem iranischen Volk etwas antun.</p> <p><strong>Welches Interesse haben die USA denn im Iran?</strong><br></br> Sie wollen, dass der Iran das Polen im Nahen Osten wird. Polen ist für die USA in Europa zum wichtigen Verbündeten geworden.</p> <p><strong>Wie kann der Iran den USA als strategischer Partner dienen?</strong><br></br> Die USA verfolgen im Iran vier Ziele: erstens die Sicherheit Israels. Die USA brauchen einen Verbündeten, damit niemand in der Region mehr die Sicherheit Israels bedrohen kann. Zweitens Energiesicherheit. Iran hat vermutlich mehr Gasfelder als Russland. Der Iran könnte ein zuverlässigerer Gaslieferant für Europa sein als Russland. Drittens die Isolierung Chinas. Wenn die USA den Iran als strategischen Verbündeten gewinnen, können sie China geografisch isolieren. Viertens die Bestrafung Russlands. Wenn Russland den Iran verliert, verliert es seinen wichtigsten Verbündeten – und somit Zugang zu einem warmen Meer.</p> <p><strong>Auch Israel unterstützt den Widerstand gegen das iranische Regime.</strong><br></br> Das iranische Volk muss das Gefühl haben, dass Amerika hinter ihm steht. Israel reicht nicht aus, weil es ein kleines Land ist. Im 12-Tage-Krieg letzten Sommer sind die Menschen nicht auf die Strasse gegangen, weil sie dachten, Israel stünde hinter ihnen. Trump sagte damals: «Beendet den Krieg, tötet Chamenei nicht.» Aber jetzt sagt Trump: «Ich werde dich verfolgen, Chamenei. Ich werde das Regime verfolgen.» Die Menschen wissen seit Venezuela, dass er zu seinem Wort steht. Deshalb fühlen sie sich stark unterstützt.</p> <p><strong>Wird das Regime also fallen?</strong><br></br> Ein Regimewechsel ohne die Beteiligung der USA und Israels ist schwierig. Das Regime kann noch überleben, wenn die Menschen nur 20 Tage demonstrieren. Sie haben genug Geld und Gold. Viele Regime-Anhänger haben ihre Familien bereits nach Dubai geschickt. Was teuer ist.</p> <p><strong>Ohne Zutun der USA fällt das Regime nicht?</strong><br></br> Genau. Trump sagt: Wenn ihr Menschen tötet, werden wir kommen und euch vernichten. Jetzt töten die Iraner Menschen. Es ist möglich, dass wir in den nächsten Tagen gezielte Militärschläge sehen. Nach allem, was Trump mit Maduro gemacht hat, verstehen die Menschen, dass Amerika hinter ihnen steht – und das gibt ihnen Energie.</p> <p><strong>Und nach einem allfälligen Sturz des Regimes: Wer hat Einfluss?</strong><br></br> Die Iraner hassen die Briten und die Franzosen, weil sie Chameini eingesetzt haben. Sie mögen die Deutschen, die Skandinavier, die Schweiz und Österreich. Wenn es um Investitionen im zukünftigen Iran geht, sind deutschsprachige Länder und die Skandinavier besonders willkommen. China ist nicht willkommen, Russland ist nicht willkommen, Frankreich ist nicht willkommen, Grossbritannien ist nicht willkommen. Amerika ist willkommen wegen Trump.</p> <p>* Name bekannt</p> </div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span> https://www.hossli.com/articles/2026/01/11/die-iraner-hoffen-auf-donald-trump/feed/ 0 Nach dem Angriff auf Venezuela: Trumps Drohpolitik geht weiter https://www.hossli.com/observations/2026/01/07/nach-dem-angriff-auf-venezuela-trumps-drohpolitik-geht-weiter/ https://www.hossli.com/observations/2026/01/07/nach-dem-angriff-auf-venezuela-trumps-drohpolitik-geht-weiter/#respond Wed, 07 Jan 2026 17:02:58 +0000 https://www.hossli.com/?p=27177 <h1>Hossli.com » Nach dem Angriff auf Venezuela: Trumps Drohpolitik geht weiter</h1><h2>By Name*</h2><section data-rocket-location-hash="cc00dccff961a81337338a2ab22b0b29" id="content" role="main"> <article id="post-27177"> <header role="heading"> <div id="breadcrumb"><p>You are here: </p><a href="https://www.hossli.com">Home</a><p> » </p><a href="https://www.hossli.com/category/observations/">Observations</a><p> » </p><strong>Nach dem Angriff auf Venezuela: Trumps Drohpolitik geht weiter</strong></div> </header> <div> <p><a href="https://www.telezueri.ch/talktaeglich/nach-dem-angriff-auf-venezuela-trumps-drohpolitik-geht-weiter-162639472" rel="noopener" target="_blank"><img alt="" data-lazy-sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" data-lazy-src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-10-at-5.59.58-PM.png" data-lazy-srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-10-at-5.59.58-PM.png 400w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-10-at-5.59.58-PM-300x175.png 300w" decoding="async" fetchpriority="high" height="233" src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20viewBox='0%200%20400%20233'%3E%3C/svg%3E" width="400"></img></a>Nach dem militärischen Vorgehen der USA gegen Venezuela verschärft Donald Trump den Ton weiter. Er droht offen weiteren Staaten von Lateinamerika bis nach Grönland und stellt damit bisherige Regeln der internationalen Ordnung infrage. Ist das reine Machtdemonstration oder eine gefährliche Neuausrichtung der US-Aussenpolitik? Im <a href="https://www.telezueri.ch/talktaeglich/nach-dem-angriff-auf-venezuela-trumps-drohpolitik-geht-weiter-162639472">«TalkTäglich»</a> ordnen wir die aktuelle Lage ein.</p> <p>Unter der Moderation von Oliver Steffen diskutieren:</p> <ul> <li>Peter Hossli, Leiter Ringier Journalistenschule und USA-Reporter Ringier</li> <li>Christof Münger, Leiter Ressort International «Tages-Anzeiger</li> </ul> </div> </article> </section><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span> https://www.hossli.com/observations/2026/01/07/nach-dem-angriff-auf-venezuela-trumps-drohpolitik-geht-weiter/feed/ 0 Mickey Mouse Gets in Bed With the Enemy https://www.hossli.com/articles/2025/12/14/mickey-mouse-gets-in-bed-with-the-enemy/ https://www.hossli.com/articles/2025/12/14/mickey-mouse-gets-in-bed-with-the-enemy/#respond Sun, 14 Dec 2025 10:34:46 +0000 https://www.hossli.com/?p=27119 <h1>Hossli.com » Mickey Mouse Gets in Bed With the Enemy</h1><div data-rocket-location-hash="a07ea42f7826adb30ee53f29399bc39c"> <div data-rocket-location-hash="78e2965a8b7b8b4dedb09d5cc8b6c41a"> <section data-rocket-location-hash="142e5fd9757b30f7b51b85cef2a243a4"> <p> <span>Peter Hossli, a curious reporter who always finds a good story</span> </p> </section> <section data-rocket-location-hash="cc00dccff961a81337338a2ab22b0b29" id="content" role="main"> <article id="post-27119"> <div> <div><p> Hossli.com, </p><span title="2025-12-14T11:34:46+0100">14. December 2025</span> </div> </div> <p>How can creatives still make money when artificial intelligence is eroding copyright? Of all companies, Disney is pointing to a possible way forward. </p> <div> <p>By <a href="http://www.hossli.com/about" rel="noopener" target="_blank">Peter Hossli</a></p> <p data-end="761" data-start="418"><img alt="" data-lazy-sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" data-lazy-src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/OIP.jpg" data-lazy-srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/OIP.jpg 474w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/OIP-300x180.jpg 300w" decoding="async" fetchpriority="high" height="284" src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20viewBox='0%200%20474%20284'%3E%3C/svg%3E" width="474"></img>The United States leads the world in science, music, film, and art. One reason is that its Founding Fathers enshrined copyright in the Constitution nearly 240 years ago. The idea was revolutionary: intellectual work deserves protection and compensation. Those who create with their minds should be able—if they do it well—to get rich doing so.</p> <p data-end="988" data-start="763">No company defended this principle more fiercely than Disney. For decades, the Hollywood giant lobbied for longer copyright terms. If anyone printed Mickey Mouse on a T-shirt without a license, Disney’s lawyers came knocking.</p> <p data-end="1246" data-start="990">That is now changing. The company behind <em data-end="1038" data-start="1031">Bambi</em>, <em data-end="1051" data-start="1040">Star Wars</em>, Pixar, and the Marvel superheroes is<a href="https://www.wsj.com/business/media/disney-to-invest-1-billion-in-openai-license-characters-for-use-in-chatgpt-sora-3a4916e2" rel="noopener" target="_blank"> investing one billion dollars in the AI company OpenAI.</a> More importantly, Disney is allowing OpenAI users to generate short videos featuring its characters.</p> <p data-end="1445" data-start="1248">This is seismic. Disney, of all companies, has concluded that in the age of artificial intelligence—where content is endlessly remixed—traditional copyright has become nearly impossible to enforce.</p> <p data-end="1692" data-start="1447">For everyone who writes, draws, photographs, tinkers, or makes films, this marks a historic turning point. The central question is no longer whether their work can be copied, but rather: how can money still be made without enforceable copyright?</p> <p data-end="2030" data-start="1694">Disney is sketching out an escape route—at least for large corporations. Instead of suing, as the <em data-end="1808" data-start="1792">New York Times</em> has done, the house of Mickey Mouse is getting into bed with the supposed enemy. As an investor, it is betting that the future belongs to AI companies.</p> <p data-end="2030" data-start="1694">Those without icons like Mickey are left watching from the sidelines.</p> </div> </article> </section> </div> </div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span> https://www.hossli.com/articles/2025/12/14/mickey-mouse-gets-in-bed-with-the-enemy/feed/ 0 Mickey Mouse legt sich mit dem Feind ins Bett https://www.hossli.com/articles/2025/12/14/mickey-mouse-legt-sich-mit-dem-feind-ins-bett/ https://www.hossli.com/articles/2025/12/14/mickey-mouse-legt-sich-mit-dem-feind-ins-bett/#respond Sun, 14 Dec 2025 09:06:21 +0000 https://www.hossli.com/?p=27113 <h1>Hossli.com » Mickey Mouse legt sich mit dem Feind ins Bett</h1><div data-rocket-location-hash="a07ea42f7826adb30ee53f29399bc39c"> <div data-rocket-location-hash="78e2965a8b7b8b4dedb09d5cc8b6c41a"> <section data-rocket-location-hash="142e5fd9757b30f7b51b85cef2a243a4"> <p> <span>Peter Hossli, a curious reporter who always finds a good story</span> </p> </section> <section data-rocket-location-hash="cc00dccff961a81337338a2ab22b0b29" id="content" role="main"> <article id="post-27113"> <div> <div><p> SonntagsBlick, </p><span title="2025-12-14T10:06:21+0100">14. December 2025</span> </div> </div> <p>Wie verdienen Kreative noch Geld, wenn künstliche Intelligenz das Urheberrecht aushöhlt? Ausgerechnet Disney zeigt einen Weg. </p> <div> <p>Von <a href="http://www.hossli.com/about" rel="noopener" target="_blank">Peter Hossli</a></p> <p><img alt="" data-lazy-sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" data-lazy-src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/OIP.jpg" data-lazy-srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/OIP.jpg 474w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/OIP-300x180.jpg 300w" decoding="async" fetchpriority="high" height="284" src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20viewBox='0%200%20474%20284'%3E%3C/svg%3E" width="474"></img>Die USA sind führend in Wissenschaft, Musik, Film und Kunst. Weil ihre Gründerväter das Urheberrecht vor knapp 240 Jahren in der Verfassung verankerten. Ihre Ideewar revolutionär: Geistige Leistung verdient Schutz und Einkommen. Wer kreativ mit dem Kopf arbeitet, soll damit reich werden können.</p> <p>Besonders kompromisslos verteidigte Disney das Urheberrecht. Jahrzehntelang lobbyierte der Hollywoodriese für längere Schutzfristen. Wehe, jemand druckte Mickey Mouse ohne Lizenzvertrag auf ein T-Shirt. Prompt klopften Disneys Anwälte an.</p> <p>Das ändert sich nun. Der Konzern hinter «Bambi», «Star Wars», Pixar und den Marvel-Superhelden <a href="https://www.wsj.com/business/media/disney-to-invest-1-billion-in-openai-license-characters-for-use-in-chatgpt-sora-3a4916e2" rel="noopener" target="_blank">investiert eine Milliarde Dollar in das KI-Unternehmen OpenAI.</a> Weit wichtiger: Disney erlaubt OpenAI-Nutzern, mit seinen Figuren kurze Videos zu generieren.</p> <p>Ausgerechnet Disney erkennt: In Zeiten künstlicher Intelligenz, in denen Inhalte permanent neu gemixt werden, lässt sich das klassische Urheberrecht kaum noch durchsetzen.</p> <p>Für alle, die schreiben, zeichnen, fotografieren, tüfteln oder Filme drehen, ist das ein Epochenbruch. Die Frage lautet nicht mehr, ob ihre Inhalte kopiert werden dürfen, sondern: Wie lässt sich ohne greifendes Urheberrecht überhaupt noch Geld verdienen?</p> <p>Disney skizziert einen Ausweg, zumindest für Grosskonzerne: Statt zu klagen wie etwa die New York Times Company, legt sich der Mickey-Mouse-Konzern mit dem vermeintlichen Feind ins Bett. Als Investor wettet er darauf, dass die Zukunft den KI-Firmen gehört. Wer aber keine Ikonen wie Mickey besitzt, schaut zu.</p> </div> </article> </section> </div> </div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span> https://www.hossli.com/articles/2025/12/14/mickey-mouse-legt-sich-mit-dem-feind-ins-bett/feed/ 0 Palantir-CEO Alexander Karp zeichnet ein düsteres Bild von Europa: «Ich will, dass es der Schweiz gut geht» https://www.hossli.com/articles/2025/12/01/palantir-ceo-alexander-karp-zeichnet-ein-dusteres-bild-von-europa-ich-will-dass-es-der-schweiz-gut-geht/ https://www.hossli.com/articles/2025/12/01/palantir-ceo-alexander-karp-zeichnet-ein-dusteres-bild-von-europa-ich-will-dass-es-der-schweiz-gut-geht/#respond Mon, 01 Dec 2025 16:58:31 +0000 https://www.hossli.com/?p=27083 <h1>«Ich will, dass es der Schweiz gut geht»</h1><p>Alexander Karp, CEO des amerikanischen Tech-Unternehmens Palantir, spricht ungefiltert über Europas Schwächen, über die Stärke der Schweiz und sein Bekenntnis zu westlichen Werten. Sein Fazit: Europa schläft, die Schweiz sollte nicht mitträumen. </p><div> <p><img alt="" decoding="async" fetchpriority="high" height="1200" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/peter_hossli_alex_karp.jpeg" srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/peter_hossli_alex_karp.jpeg 1600w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/peter_hossli_alex_karp-300x225.jpeg 300w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/peter_hossli_alex_karp-1024x768.jpeg 1024w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/peter_hossli_alex_karp-768x576.jpeg 768w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/peter_hossli_alex_karp-1536x1152.jpeg 1536w" width="1600"></img></p> <p>Von <a href="http://www.hossli.com/about" rel="noopener" target="_blank">Peter Hossli</a></p> <p>Das Haar zerzaust, das Deutsch makellos: Der Amerikaner Alexander Karp (58) führt ein High-Tech-Unternehmen, das westliche Armeen mit Software versorgt, die hilft, Kriege zu gewinnen. Er gilt als hochintelligent, ist Legastheniker und spricht lieber über Filme und Literatur als über künstliche Intelligenz.</p> <p>In der neuen Ausgabe des Magazins <a href="http://www.interviewbyringier.ch">«Interview by Ringier»</a> zeigt sich der geheimnisumwitterte Palantir-CEO ungewohnt offen. Er zeichnet ein düsteres Bild Europas, lobt die Schweiz – und warnt sie vor einer Annäherung an die EU.</p> <p><strong>Er mag unser Land</strong></p> <p>Sich selbst beschreibt er als «konventionellen Rechts-der-Mitte-Schweizer», so Karp, der in Frankfurt Philosophie und an der Stanford University Recht studiert hat. «Mir gefallen eure Schulen, eure Sicherheit, eure direkte Demokratie», sagt der Milliardär. Das Land liege ihm am Herzen. «Ich will, dass es der Schweiz gut geht. Sonst würde ich ja nicht mit Ihnen reden.»</p> <p>Das Geschäftsmodell von Palantir fasse er gegenüber Kunden gern knapp zusammen: «Wir sind wie ein Schweizer Unternehmen. Wir bauen gute Produkte und wollen dafür anständig bezahlt werden.»</p> <p>Gemeinsam mit dem deutsch-amerikanischen Risikokapitalisten Peter Thiel (58) gründete er 2003 Palantir – als Reaktion auf die islamistischen Anschläge vom 11. September 2001 in den USA. Die beiden wollten Software entwickeln, die künftig Terroranschläge verhindern kann.</p> <p><strong>«Uns prägt der Kulturkreis der Schweiz»</strong></p> <p>Kulturell, sagt Karp, sei Palantir weit mehr als ein amerikanisches Unternehmen. «Uns prägt der Kulturkreis der Schweiz, von Liechtenstein, Österreich, Bayern und Tirol», erklärt er beim Treffen in Sun Valley, Idaho. Für den Erfolg der Firma sei insbesondere das «Alemannische» entscheidend: «Die Fähigkeit, in die Tiefe zu gehen. Sich bewusst zu sein, dass Tiefe keine Entschuldigung ist für unbrauchbare Produkte.»</p> <p>Bewusst arbeite das Unternehmen im Stillen: «Quiet in the streets, hard in the sheets» sei das, was Palantir mache: unauffällig, aber wirkungsvoll. «Was ja auch sehr schweizerisch ist. Ihr wollt nicht auffallen, aber was ihr macht, ist ausgezeichnet.»</p> <p>Während vielerorts die Dominanz amerikanischer Tech-Konzerne kritisiert wird, sieht Karp Europa in einem gefährlichen Dämmerschlaf. «Dort fehlt vielen das Bewusstsein für diese Entwicklung – und damit die Bereitschaft, sich ihr zu stellen.»</p> <p>Scharf fällt seine Kritik an der europäischen Migrationspolitik aus. Karp spricht von einer politischen Klasse, die den Kontakt zur Realität und zur eigenen Bevölkerung verloren habe. «In Europa klafft eine Lücke zwischen dem, was die Bürger denken, und dem, was die Politiker behaupten. Sie tun so, als gäbe es das Problem nicht», analysiert er.</p> <p><strong>Er redet ohne Umschweife</strong></p> <p>Hinter verschlossenen Türen, sagt er, klängen dieselben Politiker anders. Migration beeinflusse Kriminalität, soziale Integration und Kapitalströme. Dass darüber nicht offen gesprochen werde, führe zu «seltsamen politischen Bewegungen, die zwangsläufig entstehen, weil niemand die Wahrheit ausspricht».</p> <p>Mit europäischen Entscheidungsträgern redet Karp ohne Umschweife. «Ich sage ihnen: ‹Die Situation in Europa ist düster. Wenn ihr das nicht anerkennt, bleibt sie düster.›» Deutschen Politikern, die ihn danach bisweilen aus dem Büro werfen, hält er entgegen: «Man betrachtet euch wie die Innenstädte in Amerika.»</p> <p>Der Schweiz rät er, für sich selbst zu schauen. «Ich hoffe, dass sich Europa verändert, aber ich kann das nicht erkennen. Daher sollte die Schweiz eine engere Allianz mit den USA anstreben.» Eine engere Anbindung an die Europäische Union hält er für einen Irrweg. «Ich sage nicht, was richtig oder falsch ist. Ich sage nur: Es wird nicht funktionieren.»</p> <p>Die Einwanderungspolitik sollte die Schweiz ändern. «Sie muss auf hochqualifizierte Zuwanderung setzen, wie Singapur das macht – und nicht jedem Europäer freien Zugang gewähren», sagt Karp und illustriert seine Kritik: «Einer meiner Mitarbeiter hier bei Palantir spricht perfekt Deutsch, hat Schweizer Vorfahren und würde gern in die Schweiz gehen. Aber das ist schwierig, weil er Amerikaner ist.»</p> <p><strong>Die moralische Kraft des Westens</strong></p> <p>Karp ist überzeugt von der moralischen Kraft des Westens. «Glaube ich an die westliche Überlegenheit mit Amerika an der Spitze? Ja. Sie ist nicht gottgegeben, aber das Beste, was wir erreichen können.» Aus dieser Haltung leitet er Palantirs umstrittene Zusammenarbeit mit Armeen und Geheimdiensten ab. «Wer seinen Willen nicht militärisch durchsetzen kann, überlässt das Feld anderen moralischen Systemen», sagt er. «Amerika muss stark bleiben – und diese Macht möglichst selten einsetzen. Nur so bleibt unsere Moral auch in 100 Jahren erhalten.»</p> <p>Zum westlichen Block zählt Karp ausdrücklich auch Teile des Nahen Ostens: «Neben den traditionell westlichen Ländern auch Saudi-Arabien, die Emirate, Bahrain – und Israel.»</p> <p>Mit China, Russland oder Iran jedoch kooperiert Palantir nicht: «Aus moralischen Gründen. Ich will, dass der Westen stark ist.»</p> </div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span> https://www.hossli.com/articles/2025/12/01/palantir-ceo-alexander-karp-zeichnet-ein-dusteres-bild-von-europa-ich-will-dass-es-der-schweiz-gut-geht/feed/ 0 «Je veux que votre pays aille bien»: Pour cet ogre de la tech américaine, la Suisse doit envoyer valser l’Europe https://www.hossli.com/articles/2025/12/01/je-veux-que-votre-pays-aille-bien-pour-cet-ogre-de-la-tech-americaine-la-suisse-doit-envoyer-valser-leurope/ https://www.hossli.com/articles/2025/12/01/je-veux-que-votre-pays-aille-bien-pour-cet-ogre-de-la-tech-americaine-la-suisse-doit-envoyer-valser-leurope/#respond Mon, 01 Dec 2025 16:56:07 +0000 https://www.hossli.com/?p=27076 <h1>Pour cet ogre de la tech américaine, la Suisse doit envoyer valser l’Europe</h1><p>Alexander Karp, patron du géant technologique américain Palantir, livre sans détour son regard sur les faiblesses de l’Europe et sur son admiration pour la Suisse. Son verdict est sans appel: l’Europe sommeille, et la Suisse ne doit surtout pas s’assoupir avec elle. </p><div> <p><img alt="" decoding="async" fetchpriority="high" height="1200" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/peter_hossli_alex_karp.jpeg" srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/peter_hossli_alex_karp.jpeg 1600w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/peter_hossli_alex_karp-300x225.jpeg 300w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/peter_hossli_alex_karp-1024x768.jpeg 1024w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/peter_hossli_alex_karp-768x576.jpeg 768w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/peter_hossli_alex_karp-1536x1152.jpeg 1536w" width="1600"></img></p> <p>De <a href="http://www.hossli.com/about" rel="noopener" target="_blank">Peter Hossli</a></p> <p>Les cheveux en bataille mais une façon de s’exprimer impeccable: l’Américain Alexander Karp dirige Palantir, un ogre du high-tech qui fournit aux armées occidentales des logiciels capables de faire basculer un conflit. Mais cet esprit réputé brillant préfère parler de cinéma et de littérature que d’intelligence artificielle.</p> <p>Dans la nouvelle édition du magazine <a href="http://www.interviewbyringier.ch" rel="noopener" target="_blank">«Interview by Ringier»</a>, le mystérieux CEO de Palantir se montre étonnamment transparent. Il dresse un tableau sombre de l’Europe, encense la Suisse et exhorte notre pays à garder ses distances avec l’Union européenne (UE).</p> <p>Il se décrit lui-même comme un «Suisse conventionnel, légèrement à droite du centre». Alexander Karp, qui a étudié la philosophie à Francfort puis le droit à Stanford ne tarit pas d’éloges à l’égard de notre pays: «J’aime vos écoles, votre sécurité, votre démocratie directe.» Il l’assure: «Je veux que la Suisse se porte bien. Sinon, je ne serais pas là à vous parler.»</p> <p>Lorsqu’il est face à ses clients, il résume volontiers le modèle économique de Palantir en ces termes: «Nous sommes comme une entreprise suisse. Nous construisons de bons produits et nous voulons être payés correctement pour cela.»</p> <p><strong>Un «esprit alémanique»</strong></p> <p>Avec Peter Thiel, investisseur germano-américain, il fonde Palantir en 2003, en réaction aux attentats du 11 septembre. Leur ambition: développer un logiciel capable d’empêcher de futures attaques terroristes.</p> <p>Sur le plan culturel, Palantir serait bien plus qu’une société américaine, assure Alexander Karp. «Nous appartenons au monde culturel de la Suisse, du Liechtenstein, de l’Autriche, de la Bavière et du Tyrol», explique-t-il lors d’un entretien à Sun Valley, dans l’Idaho. Ce qui fait la force de son entreprise, selon lui, c’est avant tout son «esprit alémanique», qu’il définit comme étant «la capacité d’aller au fond des choses, en sachant que la profondeur n’excuse jamais un produit inutilisable».</p> <p>Son habituelle discrétion, il l’assume: «Quiet in the streets, hard in the sheets», résume-t-il. Discrets en surface, redoutablement efficaces en coulisses. «C’est très suisse, d’ailleurs: vous n’aimez pas attirer l’attention, mais ce que vous faites est excellent.»</p> <p>Des politiciens allemands l’auraient mis à la porte</p> <p>Alors que l’influence des géants de la tech américaine est critiquée partout dans le monde, Alexander Karp estime que l’Europe s’enfonce dans une léthargie dangereuse. «Beaucoup n’ont pas conscience de cette évolution… Et ils n’ont donc aucune volonté de l’affronter.»</p> <p>Il se montre particulièrement sévère envers la politique migratoire européenne. Selon lui, une partie de la classe politique a perdu le lien avec la réalité et avec sa population. «En Europe, un fossé s’est creusé entre ce que pensent les citoyens et ce que racontent les responsables politiques. Ils font comme si le problème n’existait pas», analyse-t-il.</p> <p>Avec les dirigeants européens, Alexander Karp affirme parler sans détour. «Je leur dis: ‘La situation en Europe est sombre. Si vous refusez de le reconnaître, rien ne changera.’» Il assure même avoir tenu ce discours à des responsables allemands qui l’auraient mis à la porte de leur bureau, après quoi il leur aurait lancé: «Aujourd’hui, votre image ressemble à celle de certains centres-villes américains.»</p> <p><strong>«La Suisse devrait se rapprocher des Etats-Unis»</strong></p> <p>Il recommande donc à la Suisse de suivre sa propre voie. «J’aimerais croire que l’Europe va changer, mais je ne vois rien qui l’indique. La Suisse devrait donc se rapprocher davantage des Etats-Unis.» S’aligner davantage sur l’Union européenne serait, selon lui, une impasse. «Je ne dis pas ce qui est juste ou faux. Je dis seulement que cela ne fonctionnera pas.»</p> <p>Alexander Karp estime également que la Suisse devrait revoir sa politique migratoire. «Elle doit miser sur une immigration hautement qualifiée, à la manière de Singapour – et non ouvrir grand ses portes à tous les citoyens européen», affirme-t-il. Pour illustrer son propos, il cite un exemple interne: «L’un de mes collaborateurs parle un allemand parfait, a des origines suisses et aimerait s’y installer. Mais c’est compliqué, car il est américain.»</p> <p><strong>«Je crois en la supériorité de l’Occident»</strong></p> <p>Le CEO de Palantir l’affirme haut et fort: il croit profondément à la force morale du monde occidental. «Crois-je à la supériorité de l’Occident, avec l’Amérique en tête? Oui. Ce n’est pas un droit divin, mais ce qu’on peut faire de mieux.» C’est cette conviction qui justifie, selon lui, la collaboration controversée de Palantir avec les armées et les services de renseignement.</p> <p>«Si l’on n’est pas capable d’imposer sa volonté sur le plan militaire, on laisse la place à d’autres systèmes de valeurs», dit-il. «L’Amérique doit rester forte – et user de cette force le moins souvent possible. C’est ainsi que notre morale survivra dans cent ans.»</p> <p><strong>L’Occident, c’est aussi Israël</strong></p> <p>Selon lui, les mêmes responsables politiques qui le condamnaient tiennent un tout autre discours dès que les portes sont closes. La migration, dit-il, influence la criminalité, l’intégration sociale et les flux financiers. Le fait de ne pas en parler ouvertement conduit à «des mouvements politiques étranges, inévitables quand personne n’ose dire la vérité».</p> <p>Mais attention, pour Alexander Karp, le bloc occidental inclut explicitement une partie du Moyen-Orient: «L’Arabie saoudite, les Emirats arabes unis, Bahreïn – et Israël.» Palantir, en revanche, ne coopère ni avec la Chine, ni avec la Russie, ni avec l’Iran. «Par principe moral, je veux que l’Occident reste fort.»</p> </div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span> https://www.hossli.com/articles/2025/12/01/je-veux-que-votre-pays-aille-bien-pour-cet-ogre-de-la-tech-americaine-la-suisse-doit-envoyer-valser-leurope/feed/ 0 Verpasster Trump-Deal: Hat der Bundesrat Milliarden liegen lassen? https://www.hossli.com/observations/2025/12/01/verpasster-trump-deal-hat-der-bundesrat-milliarden-liegen-lassen/ https://www.hossli.com/observations/2025/12/01/verpasster-trump-deal-hat-der-bundesrat-milliarden-liegen-lassen/#respond Mon, 01 Dec 2025 11:26:24 +0000 https://www.hossli.com/?p=27095 <h1>Hat der Bundesrat Milliarden liegen lassen?</h1><section id="content" role="main"> <article id="post-27095"> <div> <p><a href="https://www.telezueri.ch/talktaeglich/verpasster-trump-deal-hat-der-bundesrat-milliarden-liegen-lassen-162310505" rel="noopener" target="_blank"><img alt="" decoding="async" fetchpriority="high" height="269" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" src="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/Screenshot-2025-12-04-at-12.23.01-PM.png" srcset="https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/Screenshot-2025-12-04-at-12.23.01-PM.png 500w, https://www.hossli.com/wp-content/uploads/2025/12/Screenshot-2025-12-04-at-12.23.01-PM-300x161.png 300w" width="500"></img></a></p> <p>Hätte die Schweiz im Mai einen viel günstigeren Zolldeal mit den USA abschliessen können? Das zumindest behauptet Unternehmer Alfred Gantner. Laut ihm habe bereits ein fast fertiger Entwurf mit 10-Prozent-Zöllen auf dem Tisch gelegen. Doch der Bundesrat habe gezögert und damit einen Milliardenschaden riskiert. Der Bundesrat weist das als Unwahrheiten zurück. Im <a href="https://www.telezueri.ch/talktaeglich/verpasster-trump-deal-hat-der-bundesrat-milliarden-liegen-lassen-162310505" rel="noopener" target="_blank">«TalkTäglich»</a> ordnen wir ein, was im politischen Dickicht rund um Strafzölle und die goldenen Geschenke an Donald Trump wirklich passiert ist.</p> <p>Unter der Moderation von Oliver Steffen diskutieren:</p> <ul> <li>Peter Hossli, Leiter Ringier Journalistenschule und USA-Reporter Ringier</li> <li>Philipp Löpfe, Wirtschaftsjournalist und USA-Experte watson</li> </ul> </div> </article> </section><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span> https://www.hossli.com/observations/2025/12/01/verpasster-trump-deal-hat-der-bundesrat-milliarden-liegen-lassen/feed/ 0