<![CDATA[Topthemen - SZ.de]]>https://www.sueddeutsche.dehttps://www.sueddeutsche.de/assets/img/favicon.icoTopthemen - SZ.dehttps://www.sueddeutsche.deRSS for NodeSun, 31 May 2026 15:33:51 GMT<![CDATA[Netflix: Emily wohnt nicht mehr hier]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/a0acf0a5-ac7c-4495-8cb6-420b80707ead.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C208%2C4000%2C2250" /><h1>Was der Emily-Effekt bei Immobilien und Touristen auslöst - Wirtschaft</h1><h2>By Alexandra Föderl-Schmid</h2><div data-dd-rum-id="article-body-free-content" id="sz-free-content-id"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Eine braune Eingangstür aus Holz, wie es so viele in Paris gibt: Keine Tafel, keine Erklärung – für Nichteingeweihte erschließt sich nicht, warum ausgerechnet hier auf dem Place de l’Estrapade im 5. Arrondissement von Paris Dutzende Menschen anstehen, um sich vor diesem Haus mit der Nummer 1 fotografieren zu lassen. Und zwar nicht nur Teenager, sondern auffallend viele Frauen jenseits der 50. Denn da, genau da hat ihre Heldin gewohnt. Seit Oktober 2020 läuft bei Netflix die Serie „Emily in Paris“, die die Geschichte einer jungen amerikanischen Marketingmanagerin erzählt, die nach Paris kommt und in einer kleinen Wohnung in diesem Gebäude lebt. Alles sehr romantisch, mit Wirren im Liebesleben und Job – was man halt so braucht für eine Handlung, die sich über mehrere Staffeln zieht.</p></div><div data-dd-rum-id="article-body-metered-content" id="metered-content"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Wer es genau wissen will, bucht eine „Emily in Paris“-Führung, die Auswahl ist mit mehr als drei Dutzend Anbietern groß. Die von Netflix autorisierte Tour kostet mindestens 52 Euro und dauert zweieinhalb Stunden. Aber Achtung! Hier wird ein Blick hinter die Kulissen geboten, der bei Hardcore-Fans Enttäuschung auslösen könnte. Denn Jasmin, die Führerin, gibt preis, dass nur in der ersten Staffel Emilys Apartment tatsächlich in diesem Haus war. Als zu sehen war, welcher Code für das Öffnen der Haustür eingegeben wurde und Fans daraufhin ins Treppenhaus und bis in die Wohnung stürmten, musste Netflix reagieren. Und offenkundig an die genervten Hausbewohner etwas zahlen, wie aus Jasmins Fingerbewegung zu schließen ist. Danach sah das Apartment „sehr nach Plastik“ aus, verrät sie – einfach andernorts nachgebaut.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Den Begriff „Fake“ nutzt sie danach noch mehrmals. Der pittoreske Blumenladen in der Serie ist in Wahrheit ein Copyshop. Das italienische Lokal „Terra Nera“ auf dem Platz war die Location für gleich drei Restaurants, wo Emily Lebensabschnittspartner traf. Und Jasmin gibt den Tipp, sich nicht als Emily-Fan in der Bäckerei „Moderne“ erkennen zu geben, weil man dort schon so genervt sei und die Kundschaft möglicherweise hinausschmeiße. Auch wenn das von Emily bevorzugte Pain au Chocolat dort mehr als bei der Konkurrenz kostet.</p><h3 data-manual="subheadline" data-schema-org-speakable="true">Über 20 000 Euro für den Quadratmeter? Das nennt man dann wohl: Emily-Effekt</h3><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Segen und Fluch zugleich ist diese Serie, der „Emily“-Effekt sichert Jobs und ermöglicht höhere Preise. Damit wirbt eine Immobilienfirma, die gerade drei Objekte am ursprünglichen Drehort zum Kauf anbietet. Wie Quentin Girot von der Immobilienagentur Junot der Zeitung <em>Le Parisien</em> sagte, habe die Serie den Ruf der Gegend und ihre Attraktivität für Immobilien gesteigert. „Der Platz ist dank der Serie zu einer Ikone geworden. Der Verkauf einer Wohnung hier bedeutet einen Mehrwert.“</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Die 152 Quadratmeter große Vierzimmerwohnung und das 31 Quadratmeter große Studio im dritten Stock werden für 3,8 Millionen Euro beziehungsweise 20 765 Euro pro Quadratmeter angeboten. Dieselben Eigentümer verkaufen eine 40 Quadratmeter große Zweizimmerwohnung im selben Stockwerk für 650 000 Euro – das sind 16 250 Euro pro Quadratmeter. Vor allem amerikanische Kunden fühlten sich angezogen, sagt der Immobilienmakler. „Es gibt Käufer, die ihre eigene Version von ‚Emily in Paris‘ leben oder das Haus ihren Kindern vererben möchten. Sie fühlen sich vertraut, und aus Investorensicht ist es eine sichere Anlage.“</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Nun könnte Kunden eine Nachricht verunsichern, die vergangene Woche verbreitet wurde: Netflix plant, die Serie nach sechs Staffeln einzustellen. Die Dreharbeiten zu den letzten Episoden laufen schon – in Griechenland. In der fünften Staffel war Emily bereits unterwegs in Rom und Venedig, was den Namen der Serie etwas ad absurdum führt.</p><h3 data-manual="subheadline" data-schema-org-speakable="true">Rund um Emily hat sich ein lukratives Geschäft mit Parfüms, Handyhüllen und Taschen entwickelt</h3><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Ob die Wohnungen an dem Place de l’Estrapade bereits verkauft sind, darüber gibt die Immobilienfirma keine Auskunft. Das Aus bedeutet jedenfalls für Veranstalter in Paris, die den gesamten Emily-Kosmos vermarkten – von Shoppingtouren über Foodführungen bis zu Bootsfahrten – absehbar wirtschaftliche Einbußen. Rund um Emily hat sich eine gut laufende Merchandising-Maschinerie etabliert: Es gibt alles – Parfum, Handyhüllen oder Handtaschen. Angefeuert wird der Verkauf durch Produktplatzierungen, die sich Netflix auch bezahlen lassen soll: So war die Luxustasche „Peekaboo“ auffällig deutlich in der zweiten Folge der fünften Staffel zu sehen, noch vor dem Start brachte Fendi eine exklusive Kollektion auf den Markt mit Preisen bis zu 7700 Dollar.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Für vergleichsweise bescheidene 45 Euro preist Jasmin während der Führung den acht Frauen und dem einen Mann ihre Kappe mit dem „Emily in Paris“-Logo an. Noch hofft sie, dass es nicht endgültig „Au revoir“ heißt. Denn als Emily nach Rom entschwand, soll der französische Präsident <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Emmanuel_Macron">Emmanuel Macron</a> persönlich angerufen haben, um Netflix zur Rückkehr nach Paris und zur Fortsetzung der Serie zu bewegen. Die genervten Bewohner auf dem Place de l’Estrapade sind jedenfalls froh, wenn wieder mehr Ruhe einkehrt.</p></div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/paris-emily-drehort-immobilienmarkt-li.3487753li.3487753Sun, 31 May 2026 14:06:13 GMTDie Kultserie „Emily in Paris“ wird eingestellt. Für Fans eine traurige Nachricht – aber was bedeutet das für jene Menschen in Paris, die damit ihr Geld verdient haben? Ein Spaziergang durch die französische Hauptstadt.SZ<![CDATA[Champions-League-Finale: Gut für den Fußball, dass Arsenals Zynismus besiegt wurde]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/05deb150-d461-4b36-a712-82d0b7668701.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C209%2C4000%2C2250" /><h1>Kommentar zum Champions-League-Finale: Kreative PSG-Geister gegen den Zynismus von Arsenal - Sport</h1><h2>By Javier Cáceres</h2><div data-dd-rum-id="article-body" data-manual="body" data-testid="article-body" id="article-body" itemprop="articleBody"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><span>M</span>an muss <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Paris_Saint-Germain">Paris Saint-Germain</a> nicht lieben, und man muss die sattsam verhandelte Rolle dieses Klubs als Propagandainstrument für einen Staat mit fragwürdigen Menschenrechtsstandards ausblenden. Dennoch: Stellte man sich mal kurz die Frage, was haften geblieben wäre, wenn der <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/FC_Arsenal">FC Arsenal</a> das Champions-League-Finale von Budapest gewonnen hätte, dann verführt dieser Gedanke zu: Dankbarkeit, dass es nicht so kam.</p></div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/sport/champions-league-finale-arsenal-taktik-arteta-kommentar-li.3491633li.3491633Sun, 31 May 2026 13:50:20 GMTDie Fantasie von Trainer Mikel Arteta reicht derzeit selten über die Freude an der Zerstörung hinaus. Mit diesem Fußball kommt er beinahe auch im Finale durch.SZ<![CDATA[Podcast: „Auf den Punkt“: Kann Kubicki die FDP retten?]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2025/03/12/4d031366-ad93-4b81-89dc-aa57357f2531.png?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C0%2C3200%2C1800" /><h1>SZ-Podcast: Kann Kubicki die FDP retten? - Politik</h1><h2>By Lars Langenau</h2><div data-dd-rum-id="article-body" data-manual="body" data-testid="article-body" id="article-body" itemprop="articleBody"><div data-dd-rum-id="article-body-free-content" id="sz-free-content-id"><section></section><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">4,3 Prozent bei der letzten Bundestagswahl. Dieses Jahr bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg 4,4 und in Rheinland-Pfalz nur noch 2,1 Prozent. Laut einer aktuellen, bundesweiten Umfrage der <em>Bild am Sonntag</em> kommt die <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/FDP">FDP</a> auf nur noch drei Prozent. Und jetzt soll <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Wolfgang_Kubicki">Wolfgang Kubicki</a> als neu gewählter Chef die Partei retten.</p></div><div data-dd-rum-id="article-body-metered-content" id="metered-content"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Der bisherige Vizechef der Liberalen setzte sich beim Parteitag in Berlin in einer Kampfabstimmung gegen die überraschend antretende Europapolitikerin <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Marie-Agnes_Strack-Zimmermann">Marie-Agnes Strack-Zimmermann</a> mit 59,27 Prozent durch. In den Vorstellungsreden von Kubicki und Strack-Zimmermann ging es auch um das Verhältnis zur AfD. Strack-Zimmermann griff Kubicki wegen der von ihm geführten „unsäglichen Brandmauerdebatte“ scharf an. Zum Generalsekretär wählten die Delegierten den früheren bayerischen FDP-Chef Martin Hagen. Er war von Kubicki nominiert worden.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Kubicki sei ein Instinktpolitiker, der den Zeitgeist lesen kann, aber auch unberechenbar ist, sagt SZ-Redakteur Bastian Brinkmann, der ihn vor einiger Zeit beim Golfen auf Föhr getroffen und dieses Wochenende in Berlin den Parteitag vor Ort verfolgt hatte. Obwohl Kubicki bereits 74 Jahre ist, wird er von vielen in der FDP als Aufbruch wahrgenommen. „Seine Unberechenbarkeit ist seine Stärke – und seine Schwäche.“ So scheine er sich nach rechts zu öffnen, aber das könnten auch strategische Spielchen sein, vermutet Brinkmann.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Weitere Nachrichten: Angriff auf AKW Saporischschja; Forschungsministerin stellt Bafög-Erhöhung infrage.</p><h3 data-manual="subheadline" data-schema-org-speakable="true">Zum Weiterlesen:</h3><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Brinkmanns Reportage vom FDP-Parteitag lesen Sie <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/fdp-parteitag-kubicki-strack-zimmermann-li.3491473">hier.</a></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Die Kampfabstimmung ist ein Streit zwischen zwei Lagern. <a href="https://www.sueddeutsche.de/meinung/fdp-kubicki-strack-zimmermann-kommentar-li.3489784">Hier</a> lesen Sie Brinkmanns Kommentar zu Kubicki und Strack-Zimmermann.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/wolfgang-kubicki-fdp-parteitag-afd-annaeherung-rechtpopulismus-e151847/">Hier</a> lesen Sie das Porträt über Wolfgang Kubicki.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Über die Vergabe von WM-Tickets finden Sie <a href="https://www.sueddeutsche.de/sport/wm-tickets-preise-fifa-us-justiz-ermittlungen-li.3490272">hier</a> einen Bericht und <a href="https://www.sueddeutsche.de/sport/infantino-fussball-wm-2026-usa-tickets-ermittlungen-li.3490956">hier</a> einen Kommentar dazu.</p><h3 data-manual="subheadline" data-schema-org-speakable="true">So können Sie unseren Nachrichtenpodcast abonnieren:</h3><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">„Auf den Punkt“ ist der tägliche Nachrichtenpodcast der <em>Süddeutschen Zeitung</em> zu den wichtigsten Themen des Tages. Sie finden alle Folgen auf <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Auf_den_Punkt">sz.de/nachrichtenpodcast</a>. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie unser Audio-Angebot in Ihrer Lieblings-<a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Podcast">Podcast</a>-App oder bei <a href="https://apple.co/2FyzNWA" target="_blank">iTunes</a> und <a href="https://spoti.fi/2FA1hLq" target="_blank">Spotify</a>. Eine Übersicht über all unsere Podcasts finden Sie unter <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Podcast?utm_source=Shortlink&amp;utm_content=podcast">www.sz.de/podcast</a> und <a href="https://www.sueddeutsche.de/service/sz-podcasts-hoeren-app-1.3988501">hier erfahren Sie, wie Sie unsere Podcasts hören können</a>.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: <a href="mailto:podcast@sz.de">podcast@sz.de</a>.</p></div></div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/politik/podcast-nachrichten-auf-den-punkt-fdp-kubicki-li.3491612li.3491612Sun, 31 May 2026 13:36:30 GMTDer neue FDP-Chef ist Instinktpolitiker. Seine Unberechenbarkeit ist seine Stärke – und seine Schwäche.SZ/dpa<![CDATA[FDP: Kubicki, der Lord des dunklen Liberalismus]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/caf3e046-ef47-4035-a5b1-227baae8f1e9.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C209%2C4000%2C2250" /><h1>FDP Parteivorsitz Kubicki Konflikt Strack-Zimmermann Berlin - Politik</h1><h2>By Bastian Brinkmann</h2><div data-dd-rum-id="article-body-free-content" id="sz-free-content-id"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Wolfgang_Kubicki">Wolfgang Kubicki</a> hat seinen Antrag an Ostern gestellt, in der Nacht auf Sonntag. Er hing im Dorf Plakate auf. „Engel, Liebe meines Lebens, willst du meine Frau werden?“ Sein Plan: Seine Frau geht am nächsten Morgen mit dem Hund Gassi, ist von der Geste überwältigt und fällt ihm mit einem lauten „Ja!“ in die Arme. Doch zu seiner Überraschung sagte sie erst mal nicht zu. Denn sie fand es nicht gut, dass sein Antrag sich wegen der Plakate schon im Dorf herumsprach, bevor sie davon wusste. Aber die Geschichte hat ein Happy End, die zweite romantische Geste kam offenkundig besser an: Kubicki hatte im Garten noch einen Goldring in einem Ei versteckt.</p></div><div data-dd-rum-id="article-body-metered-content" id="metered-content"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Das war 1997, Kubicki erzählt die Anekdote in seiner Biografie. Fast drei Jahrzehnte später hat Kubicki wieder einen Antrag an Ostern gestellt. Der galt diesmal einer anderen großen Liebe seines Lebens, der <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/FDP">FDP</a>. Kubicki schrieb auf der Plattform X, wieder in der Nacht auf Ostersonntag, dass er Vorsitzender der Partei werden wolle. „Ich werde alles tun, die Partei wieder erfolgreich zu machen.“ Doch auch die FDP fiel Kubicki nicht einfach so freudestrahlend in die Arme. Der 74-Jährige hat in seiner langen politischen Karriere zwar viele Fans gesammelt, aber auch viele Gegner. Zu rechts, zu vulgär, zu rücksichtslos finden ihn seine parteiinternen Kritiker. Und auch bei diesem Antrag gab es ein Überraschungsei. Nur war diesmal kein Ring drin, sondern: <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Marie-Agnes_Strack-Zimmermann">Marie-Agnes Strack-Zimmermann</a>.</p><h3 data-manual="subheadline" data-schema-org-speakable="true">Lieber mit Habeck als mit Strack-Zimmermann würde Kubicki ein Glas Wein trinken</h3><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Am Wochenende hat der FDP-Parteitag dann doch Ja zu Kubicki gesagt. Aber unter Schmerzen. Kubicki bekam nur 59 Prozent der Stimmen. Denn Strack-Zimmermann kandidierte plötzlich gegen ihn, erzielte beachtenswerte 39 Prozent. Die Stimmung im Saal kippte, als Strack-Zimmermann die Delegierten mit ihrer Kandidatur überrumpelte. Die einen jubelten ausgelassen, die anderen buhten laut. Es wurde giftig zwischen einzelnen Delegierten. So wild war seit Jahrzehnten kein FDP-Parteitag.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Strack-Zimmermann und Kubicki fechten seit Langem eine persönliche Feindschaft aus. Kurz vor dem Parteitag wurde Kubicki <a href="https://machtmenschen-der-politik-podcast-von-focus.blogs.audiorella.com/27-new-episode" target="_blank">in einem Podcast</a> gefragt, wen er lieber möge, Robert Habeck oder Strack-Zimmermann. Er wählte den Grünen-Politiker, weil man mit dem besser Wein trinken könne.</p><div><figure><div><div data-hydration-component-name="ImageAssetImage" role="presentation"><div><div><picture data-testid="responsive-image" role="button" tabindex="0"><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 2000w" type="image/avif"></source><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 2000w" type="image/webp"></source><img alt="Marie-Agnes Strack-Zimmermann warf Wolfgang Kubicki indirekt vor, dass er womöglich die Brandmauer zur AfD einreißen könnte." loading="lazy" sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2666 2000w"></img></picture><span aria-hidden="true" data-manual-remove="true" title="Detailansicht öffnen"><svg height="24" viewbox="0 0 24 24" width="24" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><path d="M15.5 14h-.79l-.28-.27A6.471 6.471 0 0 0 16 9.5 6.5 6.5 0 1 0 9.5 16c1.61 0 3.09-.59 4.23-1.57l.27.28v.79l5 4.99L20.49 19l-4.99-5zm-6 0C7.01 14 5 11.99 5 9.5S7.01 5 9.5 5 14 7.01 14 9.5 11.99 14 9.5 14z"></path><path d="M0 0h24v24H0z" fill="none"></path></svg></span></div></div></div></div><figcaption>Marie-Agnes Strack-Zimmermann warf Wolfgang Kubicki indirekt vor, dass er womöglich die Brandmauer zur AfD einreißen könnte. <small>Friedrich Bungert</small></figcaption></figure></div><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Strack-Zimmermann wiederum übte in ihrer Bewerbungsrede scharfe Kritik an Kubicki. Sie nannte ihn an diesen Stellen nicht beim Namen, aber jedem Parteimitglied war klar, wen sie meinte, als sie sagte: „Liberalismus heißt nicht, sich morgens einen Gegner zu suchen, um abends zufrieden in den Sessel zu fallen, wenn man ihn beleidigt hat.“ Auch außerhalb der FDP ist Kubicki bekannt dafür, politische Gegner als „Eierarsch“ oder „Spacken“ zu beschimpfen. Strack-Zimmermann sagte, sie kandidiere gegen die Vorstellung, die FDP mit „Empörung und Provokation“ retten zu wollen.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Indirekt warf Strack-Zimmermann Kubicki auch vor, eine Debatte über die Brandmauer angestoßen zu haben. Kubicki hatte Mehrheiten, die nur mit der <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/AfD">AfD</a> zustande kommen, nicht ausgeschlossen. Solche Vorstöße, sagte Strack-Zimmermann, brächten aber nur „den Applaus und das Schulterklopfen von reaktionären Stammtischen, die uns nie und nimmer wählen würden“.</p><div data-manual-remove="true" data-testid="teaser" id="articleTeaserM-10"><article data-manual="teaser-s" data-tb-region-item="" id="teaser-httpswwwsueddeutschedemeinungfdp-kubicki-strack-zimmermann-kommentar-li3489784"><a aria-label="Artikelverlinkung:" aria-labelledby="teaser-httpswwwsueddeutschedemeinungfdp-kubicki-strack-zimmermann-kommentar-li3489784" data-manual="teaser-url" data-tb-link="" data-track-szde="{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;kubicki_hat_gewonnen_aber_die_partei_steht_nicht_hinter_ihm&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus,opinion&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;fdp&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3489784&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;meinung&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}" href="https://www.sueddeutsche.de/meinung/fdp-kubicki-strack-zimmermann-kommentar-li.3489784"></a><div><div><div><picture data-manual="teaser-image" data-tb-thumbnail=""><source sizes="(min-width: 768px) 240px, (min-width: 500px) 160px, 100px" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=240&amp;fm=avif&amp;q=60 240w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=50&amp;fm=avif&amp;q=60 50w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=100&amp;fm=avif&amp;q=60 100w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=200&amp;fm=avif&amp;q=60 200w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=320&amp;fm=avif&amp;q=60 320w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=480&amp;fm=avif&amp;q=60 480w" type="image/avif"></source><source sizes="(min-width: 768px) 240px, (min-width: 500px) 160px, 100px" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=240&amp;fm=webp&amp;q=60 240w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=50&amp;fm=webp&amp;q=60 50w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=100&amp;fm=webp&amp;q=60 100w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=200&amp;fm=webp&amp;q=60 200w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=320&amp;fm=webp&amp;q=60 320w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=480&amp;fm=webp&amp;q=60 480w" type="image/webp"></source><img alt="" loading="lazy" sizes="(min-width: 768px) 240px, (min-width: 500px) 160px, 100px" src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=240&amp;fm=jpeg&amp;q=60" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=240&amp;fm=jpeg&amp;q=60 240w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=50&amp;fm=jpeg&amp;q=60 50w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=100&amp;fm=jpeg&amp;q=60 100w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=200&amp;fm=jpeg&amp;q=60 200w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=320&amp;fm=jpeg&amp;q=60 320w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&amp;width=480&amp;fm=jpeg&amp;q=60 480w"></img></picture></div></div><h3><p><span appearance="light" data-tb-opinion="">Meinung</span><wbr></wbr><span data-manual="teaser-overline" data-tb-headline="">FDP</span></p><span>:</span><span data-manual="teaser-title" data-tb-title="">Kubicki hat gewonnen - aber die Partei steht nicht hinter ihm</span></h3></div></article></div><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Und der härteste Vorwurf: Strack-Zimmermann stellte in den Raum, dass Kubicki in Zukunft womöglich mit der AfD gemeinsame Sache machen könnte. Die beste Brandmauer gegen Extremismus sei ein liberaler Kompass, sagte sie. Und ihr Kompass, das könne sie versichern, sei geeicht. Und zwar auch „über die nächsten Wahlen“ hinaus. Auch ohne Kubickis Namen konnte sich jeder Delegierte einen Reim darauf machen, was Strack-Zimmermann darüber denkt, ob dessen politischer Kompass nach den nächsten Wahlen nicht doch mal nach rechts außen ausschlagen könnte. Sie sagte lediglich: „Macht, die ihre Seele verkauft, ist keine liberale Macht.“</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Kubicki übernimmt den Parteivorsitz in großer Not. Die FDP kämpft ums Überleben. Man muss im Wahlkalender schon länger zurückblättern, um eine Wahl zu finden, bei der die Liberalen zugelegt haben. Das war Anfang 2022 im Saarland. Seitdem ging der gelbe Balken nach unten. 15-mal in Folge.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Die Verluste in Serie schmerzen die stolze Partei. Und sie bedrohen ihre Existenz. Verlorene Wahlen bedeuten weniger Geld, weniger Abgeordnete, weniger Mitarbeiter, weniger Aufmerksamkeit. Wenn die FDP unter der Fünf-Prozent-Hürde bleibt, könnte sie 2029 verschwinden. Dann sollen der Bundestag und das EU-Parlament gewählt werden. Im Bundestag sitzen schon keine Liberalen mehr, in Brüssel und Straßburg sitzen noch Abgeordnete. Zwar gilt in Europa keine Fünf-Prozent-Hürde, aber es ist natürlich nicht der Anspruch der FDP, nur noch wie die Tierschutzpartei an Mini-Mandate zu kommen.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Kubicki will die Trendwende schaffen, indem er die Partei konservativ-liberal positioniert, mit einer härteren Migrationspolitik. Viele Liberale verstanden ihn so, dass er die Partei umkrempeln will. Bedienen könnte sich das Team Kubicki für den intellektuellen Überbau beim FDP-nahen Philosophen Sven Gerst. Der hatte letztens einen Aufsatz über „Dark Liberalism“ geschrieben, dunklen Liberalismus. Das meint, konfrontativ in die gesellschaftliche Debatte zu gehen. „Ein solcher Liberalismus spielt bewusst mit dem Feuer“, <a href="https://aevumliberalquarterly.substack.com/p/dark-liberalism-eine-provokation?publication_id=5198892&amp;post_id=194923297&amp;isFreemail=true&amp;r=zkck&amp;triedRedirect=true" target="_blank">schrieb Gerst</a>. Themen, die in der Gesellschaft als befriedet gelten, müsste der dunkle Liberalismus wieder radikal politisieren. Dazu brauche man „notwendigerweise eine ordentliche Prise Vulgarität“. Passend zum „Dark Liberalism“ ist das Logo der FDP auf dem Parteitag schon in Schwarz zu sehen.</p><div><figure><div><div data-hydration-component-name="ImageAssetImage" role="presentation"><div><div><picture data-testid="responsive-image" role="button" tabindex="0"><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 2000w" type="image/avif"></source><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 2000w" type="image/webp"></source><img alt="Früher trat die FDP in poppigen Farben auf, nun hat sich die Parteitagsregie für eine recht düstere Inszenierung entschieden." loading="lazy" sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 2000w"></img></picture><span aria-hidden="true" data-manual-remove="true" title="Detailansicht öffnen"><svg height="24" viewbox="0 0 24 24" width="24" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><path d="M15.5 14h-.79l-.28-.27A6.471 6.471 0 0 0 16 9.5 6.5 6.5 0 1 0 9.5 16c1.61 0 3.09-.59 4.23-1.57l.27.28v.79l5 4.99L20.49 19l-4.99-5zm-6 0C7.01 14 5 11.99 5 9.5S7.01 5 9.5 5 14 7.01 14 9.5 11.99 14 9.5 14z"></path><path d="M0 0h24v24H0z" fill="none"></path></svg></span></div></div></div></div><figcaption>Früher trat die FDP in poppigen Farben auf, nun hat sich die Parteitagsregie für eine recht düstere Inszenierung entschieden. <small>Friedrich Bungert</small></figcaption></figure></div><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Als Parteivorsitzender ist Kubicki, wenn man so will, jetzt also der Lord des dunklen Liberalismus. Doch der Parteitag setzte ihm schmerzhafte Grenzen. Die fast 40 Prozent für Strack-Zimmermann sind ein deutliches Zeichen, dass die Progressiven eine Hausmacht in der Partei sind. Und die organisiert sich zunehmend. In den Wahlen fürs Präsidium bekamen Kubicki-Anhänger eher schlechte Werte, Kubicki-Gegner und Progressive teils unerwartet gute.</p><h3 data-manual="subheadline" data-schema-org-speakable="true">Der Zweikampf hat auch eine Geschlechterkomponente</h3><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Der Zweikampf Kubicki versus Strack-Zimmermann hat auch eine Geschlechterkomponente: Ausgerechnet eine Frau hat seine Macht begrenzt. Und sie kann in der Parteiführung nun jederzeit auf ihre fast 40 Prozent verweisen, wenn sie Kubicki mal wieder einhegen will. Dabei ist die FDP eine deutlich männlich geprägte Partei, die Partei wird häufiger von Männern als von Frauen gewählt. Diese Stimmen will Kubicki sichern. Er spricht bewusst so, dass er in Männerumkleidekabinen Zustimmung bekommen kann. Kurz vor dem Parteitag <a href="https://www.nzz.ch/podcast/wolfgang-kubicki-wie-wollen-sie-die-fdp-retten-ld.10008482" target="_blank">sagte er etwa</a>, er wolle Menschen für die FDP gewinnen, „denen der Staat mittlerweile auf den Sack geht“.</p><div><figure><div><div data-hydration-component-name="ImageAssetImage" role="presentation"><div><div><picture data-testid="responsive-image" role="button" tabindex="0"><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 2000w" type="image/avif"></source><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 2000w" type="image/webp"></source><img alt="Es regnet Männer: Frauen sind bei den Liberalen in der Minderheit." loading="lazy" sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 2000w"></img></picture><span aria-hidden="true" data-manual-remove="true" title="Detailansicht öffnen"><svg height="24" viewbox="0 0 24 24" width="24" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><path d="M15.5 14h-.79l-.28-.27A6.471 6.471 0 0 0 16 9.5 6.5 6.5 0 1 0 9.5 16c1.61 0 3.09-.59 4.23-1.57l.27.28v.79l5 4.99L20.49 19l-4.99-5zm-6 0C7.01 14 5 11.99 5 9.5S7.01 5 9.5 5 14 7.01 14 9.5 11.99 14 9.5 14z"></path><path d="M0 0h24v24H0z" fill="none"></path></svg></span></div></div></div></div><figcaption>Es regnet Männer: Frauen sind bei den Liberalen in der Minderheit. <small>Friedrich Bungert</small></figcaption></figure></div><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Nach der Eruption auf dem Parteitag kamen vom neuen Vorsitzenden keine Signale, dass er seinen bisherigen Kurs verlassen und auf die anderen zugehen will. In den ARD-„Tagesthemen“ wurde Kubicki gefragt, wie er jetzt die Anhänger von Strack-Zimmermann für sich gewinnen will. „Gar nicht“, antwortete er. Er sehe es nicht als seine Aufgabe, in die Partei zu wirken – sondern Wähler zu gewinnen. Denen sei egal, was die Partei intern diskutiere.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Kubicki möchte erkennbar, dass die Partei ihm dankbar ist, dass er sich noch mal in die Wahlkämpfe wirft, durchs Land fährt, in die Talkshows geht. Er könnte es auch lassen – und stattdessen seinen Ruhestand genießen und nach Mallorca zum Golfen fliegen, aber das opfert er aus seiner Sicht. Das Überleben der FDP geht dann doch vor. Sein offensichtlicher Wunsch, dass die Anhänger von Strack-Zimmermann das anerkennen, muss von denen aber nicht erwidert werden. Die Progressiven haben auf dem Parteitag gelernt, welchen Einfluss sie haben. Die Polarisierung in der Partei könnte zunehmen.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Wie prekär die Lage für die FDP ist, zeigte sich an einer Wortmeldung des früheren Parteichefs Christian Lindner.  <a href="https://x.com/c_lindner/status/2061002475050500101" target="_blank">Auf der Plattform X</a> schaltete er sich öffentlich in die laufende Parteidebatte ein – was er seit seinem Rücktritt nicht getan hat. Er rief dazu auf, Kubicki zu stützen. „Alle freiheitsliebenden Menschen innerhalb und außerhalb der FDP“, schrieb er, „sollten sich hinter ihm versammeln.“</p></div><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/b41d712e-b580-4bdc-8a38-c0c2f9aaa907.jpg?q=60&fm=jpeg&width=1000&rect=0%2C0%2C4000%2C2666" /><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f748e710-fb4e-433c-bf88-4458e3a6368b.jpg?rect=187,0,3555,2666&width=240&fm=jpeg&q=60" /><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/051ff52f-de60-4099-b5d2-dae56756de8a.jpg?q=60&fm=jpeg&width=1000&rect=0%2C0%2C4000%2C2667" /><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/f7c36858-b5e8-4836-8335-fbb1167739bc.jpg?q=60&fm=jpeg&width=1000&rect=0%2C0%2C4000%2C2667" /><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/politik/fdp-parteivorsitz-kubicki-konflikt-strack-zimmermann-berlin-li.3489392li.3489392Sun, 31 May 2026 13:27:32 GMTSo wild war lange kein FDP-Parteitag: Nach dem Clash zwischen Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann dachten manche, der neue Vorsitzende würde auf seine Kritiker zugehen. Doch der macht es anders.SZ<![CDATA[Hochschulbildung: Bär sieht keine politische Mehrheit für Bafög-Reform – SPD kritisiert das]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/ad9ddb97-6ffe-40ee-9fb0-61b6b314ccdb.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C0%2C3875%2C2180" /><h1>Bafög-Reform in Berlin: Streit um Umsetzung und Finanzierung - Politik</h1><h2>By Valerie Höhne</h2><div data-dd-rum-id="article-body-free-content" id="sz-free-content-id"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Dorothee_B%C3%A4r">Dorothee Bär</a> ist in einem Dilemma: Als Forschungs- und Wissenschaftsministerin ist die <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/CSU">CSU</a>-Politikerin zuständig für die Umsetzung der <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Baf%C3%B6g">Bafög</a>-Reform, die SPD und Union im Koalitionsvertrag vereinbart haben. Ihr Haus hat einen entsprechenden Gesetzentwurf erarbeitet. Politisch hat die Union daran aber offensichtlich kein Interesse mehr. Was also tun? Bär hat am Wochenende den Zeitungen der Funke-Mediengruppe ein Interview gegeben. Darin hat sie angekündigt, sie rechne nicht mehr mit der Umsetzung ihrer eigenen Reform.</p></div><div data-dd-rum-id="article-body-metered-content" id="metered-content"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">„Mein Haus hat alle Weichen gestellt für die Bafög-Reform, und wir sind auch im Zeitplan. Ich habe aber auch gehört, dass die Reform von den Regierungsfraktionen nicht mehr unterstützt wird“, sagte sie. Dafür habe sie Verständnis: „Wenn Pflegebedürftige sparen sollen und beim Elterngeld Kürzungen vorgenommen werden, dann ist nachvollziehbar, dass man nicht gleichzeitig an anderer Stelle große zusätzliche Leistungen verspricht“, sagte sie. Es bringe „nichts, Forderungen ins Parlament einzubringen, von denen man weiß, dass sie keine Mehrheit finden“. Ein „Vollkaskostudium“ werde es nicht geben. Auch ihre eigene Tochter müsse neben dem Studium jobben.</p><h3 data-manual="subheadline" data-schema-org-speakable="true">Jens Spahn hatte dem Vorhaben bereits eine Absage erteilt</h3><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Die Botschaft ist klar: CDU und CSU wollen sparen. Zuvor hatte bereits Unionsfraktionschef Jens Spahn dem Vorhaben eine grundsätzliche Absage erteilt. In einem Interview mit dem <em>Münchner Merkur</em> Anfang der vergangenen Woche sagte er, Leistungen wie „Bürgergeld, Wohngeld, Elterngeld, Bafög werden wir absehbar nicht erhöhen können“. Im Unterschied zur Elterngeld-Reform, bei der die zuständige Familienministerin Karin Prien (CDU) um „jeden Cent“ kämpfen will, hat die Bafög-Reform für die Union aber erkennbar keine Priorität.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Es gibt aber auch noch eine andere Regierungsfraktion: die SPD. Sie steht zum Reformvorhaben. Vize-Fraktionsvorsitzende Wiebke Esdar rief die Union dazu auf, sich an den Koalitionsvertrag zu halten. „Da die SPD-Fraktion geschlossen für die Umsetzung der vereinbarten Bafög-Reform zum Wohle der Fachkräfte von morgen steht, sind die Äußerungen von Dorothee Bär schlicht falsch und nicht zutreffend“, sagte sie. Sie rate der Union „dringend, hier kein Chaos zu verursachen“. Eine „einseitige Aufkündigung“ der gemeinsamen Reform würde vor allem „den Nachwuchskräften von morgen“ schaden.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Die Bafög-Reform ist seit Monaten umstritten. Von Anfang an ging es um die Finanzierung. Wer würde die Kosten für die Erhöhung tragen, die die Koalition im Koalitionsvertrag vereinbart hat? Bär wollte sie nicht aus ihrem Etat stemmen, zumal der Union die Reform nie so wichtig war wie den Sozialdemokraten. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Bär einigten sich im April darauf, dass Bärs Haus zusätzliche Mittel für eine Erhöhung erhalten solle – ob diese aber ausreichen, um die Kosten zu decken, ist fraglich.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Der Streit schien beigelegt, doch der Gesetzentwurf hängt weiterhin im Kabinett, nach SZ-Informationen hat das Forschungsministerium ihn noch nicht in die Ressortabstimmung gegeben. Derzeit wird weiter an dem Entwurf gearbeitet, demnach rechnet man im Ministerium damit, den Gesetzentwurf Ende Juli ins Kabinett einbringen zu können. Bei der Regierungspressekonferenz in der vergangenen Woche hieß es von einer Sprecherin, es fänden „derzeit noch Abstimmungen innerhalb der Bundesregierung statt“.</p><h3 data-manual="subheadline" data-schema-org-speakable="true">Die Wohnkostenpauschale soll dennoch steigen</h3><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Der Zeitplan ist äußerst knapp. In wenigen Monaten, zum Wintersemester 2026/2027 sollte die Wohnkostenpauschale von 380 Euro auf 440 Euro monatlich steigen. Daran will das Ministerium nach SZ-Informationen festhalten, so hatten es SPD und Union im Koalitionsvertrag beschlossen. Zum Wintersemester im kommenden Jahr sollte das Bafög „dauerhaft an das Grundsicherungsniveau“ angepasst werden. Im Jahr 2024 erhielten laut Statistischem Bundesamt rund 613 000 Personen Bafög, davon waren der Großteil Studierende. Für das Jahr 2026 rechnet das Bundesforschungsministerium mit Ausgaben von rund 1,6 Milliarden Euro. Der Höchstsatz für Studenten, die nicht mehr über die Familie krankenversichert sind, beträgt derzeit 992 Euro.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Die Opposition kritisiert den Streit und die Infragestellung des Reformprojekts scharf. „Dass sich eine Bundesministerin hinstellt und das Aus ihrer eigenen, fest vereinbarten Reform mit einem Schulterzucken in Richtung Fraktionen abmoderiert, ist politisch ein Offenbarungseid“, sagte Grünen-Bildungspolitikerin Ayşe Asar der SZ. Es sei ein „fataler Trugschluss“ zu glauben, „wir könnten erst die Wirtschaft sanieren und irgendwann später wieder in die Köpfe investieren“, sagte sie. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Misbah Khan, sagte, die Bundesregierung lasse Studierende mit „horrenden Mieten und steigenden Lebenshaltungskosten allein“.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, Nicole Gohlke, sagte, es sei zwar zumutbar, neben dem Studium zu jobben, aber es sei „ein strukturelles Drama, wenn das Studium zum reinen Privileg derer verkommt, die reiche Eltern im Hintergrund haben“.</p></div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/politik/bafoeg-reform-berlin-union-spd-li.3490259li.3490259Sun, 31 May 2026 12:56:26 GMTDie Union würde auf die Bafög-Reform gern verzichten. Es gibt zwar einen Gesetzentwurf – aber der hängt im Kabinett fest. Die zuständige Forschungsministerin Dorothee Bär rechnet nicht mehr mit der Reform. Die SPD sagt, das sei „schlicht falsch“.SZ<![CDATA[Hochschulen: Bafög ist kein Nice-to-have, sondern für viele dringend nötig]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/bb71447b-5120-47c2-8232-64db14da7b74.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C417%2C4000%2C2250" /><h1>Das Bafög ist kein Nice- to-have, sondern für viele dringend nötig - Meinung</h1><h2>By Valerie Höhne</h2><div data-dd-rum-id="article-body" data-manual="body" data-testid="article-body" id="article-body" itemprop="articleBody"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><span>B</span>undesforschungsministerin <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Dorothee_B%C3%A4r">Dorothee Bär</a> (<a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/CSU">CSU</a>) findet „nichts Ehrenrühriges“ daran, wenn Studentinnen und Studenten neben ihrer Ausbildung arbeiten müssen. Als Beweis führt sie ihre eigene Tochter an, die neben dem Studium arbeiten müsse, damit sie sehe, „wie hart es ist, selbst Geld zu verdienen“. Daran ist nichts falsch – und doch wirkt der Vergleich schief.</p></div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/meinung/kommentar-dorothee-baer-union-bafoeg-hochschulen-li.3491638li.3491638Sun, 31 May 2026 12:52:08 GMTDie Union würde die Reform der Ausbildungsförderung gern abräumen. Ausgerechnet in diesen Zeiten, in denen das Aufstiegsversprechen der Bildungspolitik ohnehin leidet.SZ<![CDATA[Pharmaproduktion: Sandoz warnt vor Europas China-Abhängigkeit bei Antibiotika]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/4a66effb-6342-4a1e-b58a-df2b3162137a.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C209%2C4000%2C2250" /><h1>Antibiotika: Sandoz wirft China Dumping vor - Wirtschaft</h1><h2>By Elisabeth Dostert</h2><div data-dd-rum-id="article-body-free-content" id="sz-free-content-id"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Blöd, wenn jemand zum runden Geburtstag einlädt, aber selbst nicht so recht in Feierlaune ist. Vergangene Woche lud der Pharmakonzern Sandoz mit Vorstandschef Richard Saynor ins Werk im österreichischen Kundl ein, um gleich drei Jubiläen zu begehen. Vor 140 Jahren wurde Sandoz in Basel gegründet. Heute produziert der Konzern <a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/medikamente-sandoz-biosimilars-generika-nachahmerprodukte-gesetzliche-krankenkassen-li.3483045">Medikamente</a>, die nicht mehr patentgeschützt sind. Sandoz ist weltweit einer der größten Hersteller von Nachahmerprodukten. Vor 20 Jahren brachte Sandoz sein erstes Biosimilar auf den Markt; Biosimilars werden mit lebenden Zellen hergestellt. Seit 80 Jahren werden Antibiotika in Kundl produziert.</p></div><div data-dd-rum-id="article-body-metered-content" id="metered-content"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Ein wenig Zeit nimmt sich Saynor in der Pressekonferenz am Donnerstag schon für die Geschichte. Was Saynor allerdings mehr umtreibt als die Vergangenheit ist die Gegenwart und die Zukunft. Antibiotika seien das Rückgrat der modernen <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Medizin">Medizin</a>. Jede Operation, jede Intensivpflege sei heute so sicher, weil es Medikamente gegen bakterielle Infektionen gebe. Ohne Antibiotika könnten selbst Routineeingriffe lebensbedrohlich werden. Solche Sätze gehören zu seinem festen Repertoire. Der auch: Kundl sei das „letzte vollintegrierte Werk für Antibiotika in Europa“.</p><div itemscope="" itemtype="https://schema.org/Quotation"><blockquote>Kundl steckt in einem perfekten Sturm von Schocks.</blockquote><cite itemprop="spokenByCharacter">Richard Saynor</cite></div><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Sandoz macht dort alles – von der <a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/wirtschaft/pharmaindustrie-medizin-antibiotika-medikamente-china-europa-sandoz-e423384/">Fermentation bis zur Verpackung</a>. In den vergangenen Jahren hat der Konzern dort 200 Millionen Euro investiert. In Kundl könnte Sandoz 4400 Tonnen Wirkstoff herstellen und 250 Millionen Packungen. Die wichtigsten Produkte sind die Penicilline Amoxicillin und Amoxiclav. Saynor kommt schnell zu seiner größten Sorge, das sind <a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/medikamente-generika-china-europa-schmerzmittel-abhaengigkeit-li.3323403">die Abhängigkeiten von China</a> und die Preise. Ein Kaffee koste fünfmal so viel wie eine Tagesdosis Penicillin in Österreich, die bei etwa einem Euro liegt. Der Manager zeigt dazu eine Fotokombo, um seinen Worten mehr Eindruck zu verleihen.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Der Druck steigt, so Saynor: „Kundl steckt in einem perfekten Sturm von Schocks.“ Die Preise für Energie, Arbeit, Verpackungsmaterial und Rohstoffe seien in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Zum Beispiel Zucker, davon brauche Sandoz in Kundl jedes Jahr 50 000 Tonnen. Durch den Krieg in der Ukraine und gestörte Lieferketten sei der Preis um bis zu 80 Prozent in der Spitze gestiegen. Während die Kosten „explodierten“, seien die Preise für Antibiotika im Großen und Ganzen unverändert geblieben.</p><div><figure><div><div data-hydration-component-name="ImageAssetImage" role="presentation"><div><div><picture data-testid="responsive-image" role="button" tabindex="0"><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 2000w" type="image/avif"></source><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 2000w" type="image/webp"></source><img alt="Richard Saynor ist Vorstandschef des Pharmakonzerns Sandoz." loading="lazy" sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C2194%2C1653 2000w"></img></picture><span aria-hidden="true" data-manual-remove="true" title="Detailansicht öffnen"><svg height="24" viewbox="0 0 24 24" width="24" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><path d="M15.5 14h-.79l-.28-.27A6.471 6.471 0 0 0 16 9.5 6.5 6.5 0 1 0 9.5 16c1.61 0 3.09-.59 4.23-1.57l.27.28v.79l5 4.99L20.49 19l-4.99-5zm-6 0C7.01 14 5 11.99 5 9.5S7.01 5 9.5 5 14 7.01 14 9.5 11.99 14 9.5 14z"></path><path d="M0 0h24v24H0z" fill="none"></path></svg></span></div></div></div></div><figcaption>Richard Saynor ist Vorstandschef des Pharmakonzerns Sandoz. <small>Sandoz</small></figcaption></figure></div><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Die größte Bedrohung für Saynor ist China, nicht nur für die eigene Produktion, sondern für die Versorgung mit Antibiotika in der westlichen Welt. Im Kern geht es um Penicilline wie Amoxicillin und einen zentralen Baustein, 6-APA. Sandoz produziert alles selbst in Kundl. Aber Saynor zufolge stammen weltweit 94 Prozent der Wirkstoffe für generische Antibiotika aus China. Er zeigt eine Landkarte mit einem grünen Punkt in Kundl und vielen grünen Punkten mit Produktionsstandorten in China. Das Land habe über Jahrzehnte den Aufbau von Kapazitäten massiv subventioniert und dominiere den Weltmarkt, sagt Saynor. Auch Indien habe die Produktion stark gefördert und erhebe Zölle auf den Import von Wirkstoffen, zum Beispiel aus China, es sei denn, sie dienten der Produktion für den Export. Diese Mengen drängen nun zusätzlich nach Europa.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Saynor sagt, er sei ein Freund von Wettbewerb, aber dieser sei extrem unfair. Sandoz wehrt sich. Im März hat der Konzern bei der EU-Kommission den Entwurf einer Anti-Dumping-Beschwerde gegen Amoxicillin-Wirkstoffe aus China eingereicht. „Das ist jetzt der letzte Weckruf“, sagt Saynor. Zwischen 2022 und 2025 seien die Importe aus China kräftig gestiegen, während der Marktanteil europäischer Produzenten kollabierte. Die Folgen der chinesischen Subventionen für den europäischen Markt seien verheerend, sagt Simon Goeller, der bei Sandoz für Transformation und Wachstum zuständig ist. Die Preise für die Wirkstoffe seien im Schnitt um fast 60 Prozent gefallen.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Das spüren sie in Kundl. Das Werk mache „knapp“ Gewinn, operativ, sagt Saynor in der Pressekonferenz. Was das im Detail heißt, erläutert Goeller. Die Kapazitäten seien noch zu mehr als 50 Prozent ausgelastet, aber nur weil auch Medikamente zu nicht mehr kostendeckenden Preisen vertrieben würden. Die Kapitalkosten, Sandoz hat allein in Kundl in den vergangenen fünf Jahren rund 200 Millionen Euro investiert, „verdienen wir hier nicht. So was kann man nicht lange aushalten.“ So wie Sandoz das Werk auch in dieser Größenordnung betreibe, sei es eigentlich unwirtschaftlich. Goeller will nicht darüber spekulieren, wie viele Jahre Sandoz das aushält. So wie der Markt heute sei, würden „wir nicht mehr hier investieren.“</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Goeller weiß um das Dilemma: „Jeder will Medikamente möglichst billig haben, um die Gesundheitssysteme zu entlasten, aber jeder wünscht sich auch eine zuverlässige Versorgung, auch in einer Pandemie wie Corona oder wenn gerade mal wieder Lieferwege wie die Straße von Hormus unterbrochen sind.“ Der Preis müsse allen Ansprüchen genügen. „Wir müssen gesellschaftlich verstehen, dass wir resilient und billigst nicht unter einen Hut bekommen.“ Die Frage sei doch, wie viel Europa die Souveränität wert sei. Es gibt Ansätze, die sehen auch Goeller und Saynor, die die Lage entspannen können, wie den <a href="https://health.ec.europa.eu/medicinal-products/critical-medicines-act_en" target="_blank">Critical Medicines Act</a>, den die EU plant, um die Versorgung mit kritischen Medikamenten sicherzustellen. Aber da bleibe erst einmal abzuwarten, wie er denn ausgestaltet würde, sagt der Sandoz-Chef.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Bei der Ausschreibung von Medikamenten soll es „EU-Slots“ geben, für Hersteller, die in Europa produzieren. „Klingt gut“, sagt Saynor. Aber da bleibe abzuwarten, wie „produziert in der EU definiert“ wird. Es ist ein wenig wie bei einer Handtasche, sagt Goeller. Sie darf das Label „Made in EU“ tragen, wenn sie zu wesentlichen Teilen in der EU hergestellt wurde. Aber was ist wesentlich? Wenn das Zwischenprodukt 6-APA aus China kommt, der Rest aber in der EU gemacht wurde, erfüllt ein solches Medikament dann die Anforderungen für einen EU-Slot? Wenig überraschend, dass die Manager wollen, dass in den Slots Antibiotika den Zuschlag erhalten, deren gesamte Produktion in Europa stattfindet, so wie in Kundl.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Medikamente seien keine gewöhnlichen Produkte, sagt Saynor am Nachmittag bei einer Podiumsdiskussion, sie seien ein „essenzieller strategischer Wert“. Sandoz hat viele Experten nach Kundl eingeladen. Alle beklagen die Abhängigkeiten von China und Indien.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Das Problem bei Generika wie Penicilline sei der Preis, sagt die Apothekerin und Chemikerin Ulrike Holzgrabe, die an der Universität Würzburg gelehrt hat und Beiratsvorsitzende der Stiftung für Arzneimittelsicherheit ist: „Solange die gesetzlichen Krankenkassen so wenig zahlen, lösen wir das Problem nicht.“ Es gebe gute Ansätze, wie den Critical Medicines Act, sagt sie: „Aber passiert ist bislang wenig, und es geht viel zu langsam.“</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Vergangene Woche hat sich die EU-Kommission bei Saynor gemeldet. Beide Seiten suchen nun nach einem Termin, um über die Anti‑Dumping‑Beschwerde von Sandoz zu sprechen. Ein anderer Termin steht schon fest: Ende Juni wird Bundeskanzler Friedrich Merz den Sandoz-Standort in <a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/medikamente-sandoz-biosimilars-generika-nachahmerprodukte-gesetzliche-krankenkassen-li.3483045">Barleben</a> besuchen.</p></div><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0f1b9ed7-ec48-420c-a543-3e01cbe33bc1.jpg?q=60&fm=jpeg&width=1000&rect=0%2C0%2C2194%2C1653" /><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/antibiotika-lieferengpaesse-sandoz-richard-saynor-ulrike-holzgrabe-abhaengigkeiten-china-indien-eu-kommission-dumping-generika-li.3489983li.3489983Sun, 31 May 2026 12:00:36 GMTIm österreichischen Kundl steht das einzige große Antibiotika-Werk, das alles macht – von der Fermentation bis zur Verpackung. Ausgelastet ist es nicht. Das liegt nach Ansicht des Konzernchefs auch am unfairen Wettbewerb.SZ<![CDATA[Überflutete Goldmine: „Sie sind von selbst aus der Höhle gekrabbelt, das sagt schon viel über sie“]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/b70b4d98-da6b-4824-91cb-0d0c2a8f5fa2.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C0%2C3500%2C1969" /><h1>Laos Rettung: Gefangene Bergleute befreien sich aus Höhle - Panorama</h1><h2>By Thomas Hahn</h2><div data-dd-rum-id="article-body" data-manual="body" data-testid="article-body" id="article-body" itemprop="articleBody"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><span>J</span>osh Richards liebt das Höhlentauchen. Das hat er in einem seiner Interviews mit dem australischen Sender Channel 7 gesagt. Und das kann man auch aus dem Umstand schließen, dass der Australier Richards aus Adelaide Mitglied des professionellen Unterwasserforschungsteams Soggy Wombats ist. Aber diese Rettungsaktion in einer Goldmine der Provinz Xaisomboun in <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Laos">Laos</a> erweist sich als harte Prüfung für seine Taucherleidenschaft.</p></div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/panorama/laos-goldmine-rettung-arbeitern-xaisomboun-li.3491628li.3491628Sun, 31 May 2026 12:00:28 GMTTagelang sind Goldsucher in einer überfluteten Höhle gefangen, eingeschlossen in beängstigender Enge. Gerade als Retter aufbrechen wollen, schaffen es vier der Männer aus eigener Kraft an die Oberfläche. Doch das Drama ist nicht vorbei.SZ<![CDATA[Glosse: Das Streiflicht: Die FDP macht es richtig: Trau keinem unter 70!]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/3a9d5a6a-2e12-4202-8746-eedec83713e8.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C323%2C3105%2C1747" /><h1>Streiflicht: Die FDP macht es richtig. Trau keinem unter 70! - Politik</h1><div data-dd-rum-id="article-body" data-manual="body" data-testid="article-body" id="article-body" itemprop="articleBody"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">(SZ) Es ist unzweifelhaft, dass der Brenner auch in Zukunft gebraucht wird. Wie sollten die Münchner sonst an den Gardasee kommen, der ein gutes Beispiel dafür ist, wie man fremdes Territorium mithilfe von Zweitwohnungen friedlich übernehmen kann? Dieser Gedanke führt schnell zur <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/FDP">FDP</a>, die an diesem Wochenende eine ähnlich große Aufmerksamkeit genoss wie der von Eingeborenen bestreikte Brennerpass. Die FDP war schon vieles, unter anderem auch die Partei der privat versicherten Zweitwohnungsbesitzer. Heute wird sie eher <em>ex negativo</em> definiert: Man bräuchte, heißt es, eine liberale Partei in <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Deutschland">Deutschland</a>, aber eine, die anders ist als die FDP. Der dann doch irgendwie schlappe Protest am Brenner führt dagegen nicht zu der Erkenntnis, dass man einen sechsspurigen Alpenübergang bräuchte, der anders als der Brenner wäre. Der Brenner also wird weiterhin als Brenner gebraucht. Die FDP als FDP eher nicht.</p></div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/politik/streiflicht-kubicki-fdp-alter-erneuerung-li.3491631li.3491631Sun, 31 May 2026 11:56:45 GMTWolfgang Kubicki, 74, ist neuer Chef. Die Liberalen wollen das Alte mithilfe des Alten zu etwas Neuem machen.  Das ist der Weg. Im Folgenden einige weitere Personalvorschläge.SZ<![CDATA[Arsenals Niederlage im Champions-League-Finale: Die Standardkönige scheitern an Elfmetern]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/a6b2760a-bea5-491d-a297-cc6d5f8f8917.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=694%2C115%2C3306%2C1860" /><h1>Arsenals Niederlage im Champions-League-Finale: Die Standardkönige scheitern an Elfmetern - Sport</h1><h2>By Sven Haist</h2><div data-dd-rum-id="article-body" data-manual="body" data-testid="article-body" id="article-body" itemprop="articleBody"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><span>N</span>ach dem verlorenen Champions-League-Finale war Kai Havertz vor allem als Tröster und Mutmacher gefragt. Zwar war auch der deutsche Nationalstürmer schwer enttäuscht über die Niederlage des <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/FC_Arsenal">FC Arsenal</a> im Elfmeterschießen. Aber anders als fast alle seine Mitspieler – mit Ausnahme des Ersatzstürmers Gabriel Jesus und des Reservetorhüters Kepa – weiß Havertz, wie es sich anfühlt, den wichtigsten europäischen Vereinspokal in den Händen zu halten: Vor fünf Jahren gewann er die Königsklasse mit dem Londoner Stadtrivalen FC Chelsea. Bei der Medaillenübergabe, die Arsenal wie einen Behördentermin absolvierte, kümmerte sich Havertz besonders um den niedergeschlagenen Gabriel Magalhães, der den letzten Elfer vergeben hatte. Er nahm den Verteidiger in den Arm und sprach ihm aufmunternde Worte zu.</p></div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/sport/champions-league-finale-paris-arsenal-elfmeter-havertz-li.3491613li.3491613Sun, 31 May 2026 11:56:42 GMTDer Fluch hält an: Weil Arsenal einen Strafstoß verursacht und zwei Elfmeter verballert, verpasst der Klub erneut seinen ersten Champions-League-Titel. Torschütze Kai Havertz bleibt ein Eintrag in die Geschichtsbücher verwehrt.SZ<![CDATA[Parteien: „Es hängt viel am Personal“]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/4e8ebe10-1cc6-4d7a-a0cb-6922bc960451.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C209%2C4000%2C2250" /><h1>FDP mit neuer Führung: „Es hängt viel am Personal“ - Politik</h1><h2>By Bastian Brinkmann</h2><div data-dd-rum-id="article-body-free-content" id="sz-free-content-id"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Josef Lentsch kennt sich aus mit Neuanfängen. In Österreich hat er sogar eine ganze Partei mitgegründet, die liberalen Neos. Die sind dort mittlerweile in der Regierungskoalition. Lentsch, 49 Jahre alt, wohnt inzwischen in Berlin, arbeitet als Politikberater und organisiert mit seiner Firma Konferenzen hier und in Wien.</p></div><div data-dd-rum-id="article-body-metered-content" id="metered-content"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>SZ: Herr Lentsch, die </strong><strong><a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/FDP">FDP</a></strong><strong> hat eine neue Führung gewählt. Reicht das aus, um eine Partei wieder nach vorn zu bringen?</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Josef Lentsch: Führung ist mit das Wichtigste. In der Politik gilt: Botschafter vor Botschaft vor Distribution. Dass der Botschafter oder die Botschafterin an erster Stelle steht, ist in Zeiten von personalisierter Politik wahnsinnig wichtig. Natürlich ist das nicht der einzige Faktor, aber es hängt viel am Personal.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Aber damit verstärken die Parteien doch noch die Personalisierung der Politik, die so sehr beklagt wird.</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Ich würde das nicht normativ werten, das ist einfach eine Tatsache. So sind die Regeln der neuen Medienlandschaft mit dem ganzen Influencertum. Die Menschen erleben Politik parasozial, das heißt über Bezugspersonen. Das war vor 20 Jahren noch anders, das kann ich gut oder schlecht finden, aber so ist es jetzt halt.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Und was meinen Sie mit Distribution?</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Das ist die Technik, mit der eine Partei ihre Botschaften verbreitet, zum Beispiel die Datenverwaltung. Da sind viele Parteien nicht auf der Höhe der Zeit. Mit künstlicher Intelligenz könnte man Botschaften für verschiedene Zielgruppen differenzieren. Die innovativsten Parteien Europas haben mittlerweile Newsrooms eingerichtet wie kleine Medienhäuser.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Wer ist darin gut?</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Die linksliberale Partei D66 in den Niederlanden, die zuletzt die Wahlen dort gewonnen hat. Die waren kantig in der Migrationspolitik, man könnte fast von progressivem Nationalismus sprechen. Und sie haben sehr positive Botschaften ausgestrahlt, wie das berühmte „Yes, we can“ von Barack Obama. Dazu hatten sie einen charismatischen Frontmann. Ein anderes Beispiel ist die Progressive Slowakei, eine <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Liberale">liberale</a>, EU-freundliche Oppositionspartei. In deren Parteizentralen sitzen Leute, die den ganzen Tag Content produzieren und mit Influencern arbeiten.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Warum verschlafen viele Parteien die doch recht entscheidende Frage, wie sie ihre Botschaften digital verbreiten?</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Der Innovationsdruck ist nicht so direkt wie in der Wirtschaft. Schlechte Performance wird dort schneller sichtbar. In der Politik braucht es oft länger, bis der Druck durchschlägt – und dann ist es manchmal schon fast zu spät. Die Kommunikation in Parteien ist häufig zu klassisch aufgestellt, die entsprechenden Teams sind zu klein und können zu wenig selbst entscheiden, das ist zu viel <em>top-down</em>. Und man braucht auch wirklich junge Menschen, die Social Media verstehen.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Also muss die FDP einfach ein paar Tiktoker einstellen – und dann läuft’s?</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Erfolgreiche Parteien machen noch ganz andere Dinge richtig. Zum Beispiel Trainings für Mitglieder. In Firmen heißt das Personalentwicklung. In Parteien wird das oft unterschätzt, anstatt es ernsthaft zu betreiben. Aber wie sollen die eigenen Leute besser werden und dazulernen, wenn nicht über Coachings und Fortbildungen? Was jetzt auch wieder stärker kommt, ist der Haustürwahlkampf. Das war lange Zeit verpönt, aber die Progressiven Slowaken haben das gemacht: Die klopfen an der Tür, führen Gespräche – und sammeln Daten über potenzielle Wähler. Und Roadshows: <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/P%C3%A9ter_Magyar">Péter Magyar</a> hat mit Tisza in Ungarn auch gewonnen, weil er zwei Jahre unermüdlich auch in entlegenen Orten aufgetreten ist.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Klingt aufwendig. Haben Parteien dafür genug Ressourcen?</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Hier liegt oft ein Paradox vor. Wenn Parteien regieren, sind die Parteien selbst oft besonders schlecht ausgestattet. Denn nach einem Wahlsieg greift folgende Priorität: Die besten Leute wollen in Regierungsämter, die zweitbesten gehen ins Parlament. Und die Partei, tja, die ist dann nur die dritte Priorität. Die ganzen Talente gehen in die Macht und wollen dort mitgestalten. Das ist ja auch verständlich. Aber wer bleibt in der Partei und sorgt dafür, dass nicht die Lichter ausgehen? Deshalb sind Regierungsparteien oft ausgeblutet. Die mühsame Organisationsarbeit dort wird einem nicht gedankt.</p><div><figure><div><div data-hydration-component-name="ImageAssetImage" role="presentation"><div><div><picture data-testid="responsive-image" role="button" tabindex="0"><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 2000w" type="image/avif"></source><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 2000w" type="image/webp"></source><img alt="Die allermeisten Delegierten auf dem FDP-Parteitag sind ehrenamtliche Mitglieder – und können nur in ihrer Freizeit für die Liberalen arbeiten." loading="lazy" sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667 2000w"></img></picture><span aria-hidden="true" data-manual-remove="true" title="Detailansicht öffnen"><svg height="24" viewbox="0 0 24 24" width="24" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><path d="M15.5 14h-.79l-.28-.27A6.471 6.471 0 0 0 16 9.5 6.5 6.5 0 1 0 9.5 16c1.61 0 3.09-.59 4.23-1.57l.27.28v.79l5 4.99L20.49 19l-4.99-5zm-6 0C7.01 14 5 11.99 5 9.5S7.01 5 9.5 5 14 7.01 14 9.5 11.99 14 9.5 14z"></path><path d="M0 0h24v24H0z" fill="none"></path></svg></span></div></div></div></div><figcaption>Die allermeisten Delegierten auf dem FDP-Parteitag sind ehrenamtliche Mitglieder – und können nur in ihrer Freizeit für die Liberalen arbeiten. <small>Ludwig Nikulski</small></figcaption></figure></div><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Dann sollte sich die FDP fast freuen, dass sie nicht mehr regieren muss?</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Grundsätzlich ist eine Neuaufstellung in der Opposition natürlich einfacher. Das ganze Augenmerk liegt auf der Partei. Aber es gibt ein Dilemma: Viel Personal ist dann auch weg, Talente wechseln in andere Jobs.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Das ist ein großes Problem der FDP, weil sie so viele Abgeordnete und Mitarbeiter verloren hat. Wie kann sich die Partei jetzt trotzdem organisieren?</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Die Ausgangslage ist schwierig. Aber die Chance liegt darin, sich jetzt ohne Ablenkung komplett auf das Comeback zu fokussieren. Da braucht es jetzt strategische Disziplin. Und Leidensfähigkeit, da durchzumarschieren. Obamas Stabschef hat es mal motivierend so gesagt: <em>Never waste a good crisis</em>. Lass nicht die Gelegenheit aus, die Umbrüche einer Krise zu nutzen. Jetzt ist auch die Zeit, frisches Blut reinzuholen, um mit einer Mischung aus Alt und Neu wieder auf die Beine zu kommen. Nicht zu lange Nabelschau, sondern den Blick nach außen wenden. Für viele Menschen ist Freiheit ein wichtiges Thema. Das muss man zeitgemäß erzählen und anknüpfen an Themen, die Leute am Küchentisch besprechen.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Die Stimmung auf dem Parteitag war aber recht hitzig. Kann es die Partei jetzt schaffen, sich doch nicht wieder mit sich selbst zu beschäftigen?</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Es braucht jetzt einen gemeinsamen Blick auf die anstehenden Herausforderungen: die kommenden Landtagswahlen im Herbst. Sie müssen nun die Priorität aller sein.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Parteien sind sehr alte Organisationen. Sind die wirklich noch fit genug für das 21. Jahrhundert?</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Ich bin ein Verfechter von Parteien. Sie sind mit die besten Institutionen der Demokratie, die wir erfunden haben. Klar, sie sind nicht perfekt und teilweise nicht auf der Höhe der Zeit. Die Parteiendemokratie steckt in einer Vertrauenskrise. Daher sollten wir überlegen, wie wir die Bürger wieder stärker in die politische Arena holen.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Welche Ideen haben Sie dafür?</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Da gibt es tolle technische Möglichkeiten, die Menschen online einzubeziehen. Die Bürger können in Gruppen abstimmen oder sich anders beteiligen. Früher konnte ich nur einen Brief an eine Partei schreiben und habe dann nie wieder etwas gehört. Mit künstlicher Intelligenz können jetzt dagegen Parteien Tausende Einsendungen aufnehmen. Das steckt alles noch in den Kinderschuhen, aber Menschen digital zu beteiligen, könnte die Parteien entlasten und Vertrauen zurückgewinnen.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Man kann Online-Beteiligungen auch düsterer sehen: Oh Gott, dann regiert der Mob.</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Natürlich gibt es auch Risiken, aber wir dürfen es mit den Dystopien nicht übertreiben. Twitter und Facebook galten in den Anfangsjahren als Weltenretter und Demokratiestifter, das war ein übertrieben positiver Blick. Jetzt läuft die Debatte gerade zu sehr in die andere Richtung. Das Thema braucht einen realistischen Blick ohne Naivität.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Manche Bürger machen nicht den Eindruck, dass sie sich beteiligen wollen. Die erwarten von der Politik, dass sie liefern soll – und sonst wollen sie in Ruhe gelassen werden. Kann die Demokratie mit dieser Einstellung überleben?</strong></p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Ich sehe das nicht so skeptisch. Viele Menschen sind fähig und willens, sich einzubringen – wenn sie merken, dass sie gehört werden. Sie bringen ja ihre wertvolle Zeit ein. Wir müssen die Res publica, die gemeinsame Sache, stärker ins Zentrum stellen. Leute wollen doch diskutieren, die reden in der Kneipe über die Wehrpflicht oder am Frühstückstisch über den neuen Kreisverkehr im Ort. Vor allem auf lokaler und regionaler Ebene ist das Potenzial groß, sich einzubringen. Das haben wir noch nicht ausgeschöpft.</p></div><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/2d6a954c-1f24-4cd4-b521-c75dc98132de.jpg?q=60&fm=jpeg&width=1000&rect=0%2C0%2C4000%2C2667" /><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/politik/fdp-wolfgang-kubicki-parteien-li.3489393li.3489393Sun, 31 May 2026 11:47:55 GMTEin Comeback der FDP ist möglich, sagt der Politikberater Josef Lentsch. Die Partei braucht dafür Disziplin und Leidensfähigkeit – und kann sich einiges von anderen Parteien abschauen.SZ<![CDATA[Zweiter Champions-League-Titel für PSG: Europa sollte gewarnt sein]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/32d9eefb-2fd5-4858-ab9c-c432ee52c738.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C277%2C4000%2C2250" /><h1>Zweiter Champions-League-Titel für PSG: Europa sollte gewarnt sein - Sport</h1><h2>By Javier Cáceres</h2><div data-dd-rum-id="article-body" data-manual="body" data-testid="article-body" id="article-body" itemprop="articleBody"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><span>L</span>uis Enrique, Trainer bei <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Paris_Saint-Germain">Paris Saint-Germain</a>, hatte sich Zeit gelassen, ehe er im Bauch des Ferenc-Puskas-Stadions zur Pressekonferenz erschien. Wer sollte ihn schon dafür schelten? Jedes Mal, wenn sie aufging, drang dumpfer, mit wummernden Bässen vermengter Jubel durch die ansonsten schalldichte Tür. Als Luis Enrique schließlich kam, war er beschwingt, so beschwingt, dass er stolperte; worüber, war nicht zu erkennen. Doch nachdem er kurz innegehalten hatte, erlaubte er sich einen kleinen Scherz, auf Italienisch: „Rigore!“, Elfmeter! Dann nahm der Spanier Platz und nahm unter anderem einen englischen Terminus in den Mund, „back to back“, der sich als Barbarismus ins Französische geschlichen hat und das subsumierte, was PSG in Budapest gelungen war: zwei Champions-League-Titel nacheinander zu gewinnen. „Dies ist der beste Moment der Saison“, sagte der 56-Jährige.</p></div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/sport/champions-league-titel-psg-li.3491617li.3491617Sun, 31 May 2026 11:24:37 GMTMit der erfolgreichen Titelverteidigung reiht sich Paris Saint-Germain unter die großen europäischen Klubs ein. Im Finale von Budapest gewinnt das Team, das Fußball spielen will – und schon die nächsten Ziele im Visier hat.SZ<![CDATA[Äthiopien: „Wer die Regierung kritisiert, endet im Gefängnis – oder lebt in Angst, so wie ich“]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/c8900aee-afee-4523-b8ef-ae7cc7eaa552.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C375%2C4000%2C2250" /><h1>Wahl in Äthiopien: Das junge Gesicht der Opposition - Politik</h1><h2>By Paul Munzinger</h2><div data-dd-rum-id="article-body" data-manual="body" data-testid="article-body" id="article-body" itemprop="articleBody"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><span>M</span>istresilasie Tamerat hat als Treffpunkt eine Hotelbar in Addis Abeba vorgeschlagen. Ein schickes Lokal mit großen Fenstern und exotischen Pflanzen, wo gut gekleidete Menschen in samtroten Ohrensesseln vor aufgeklappten Laptops sitzen. Doch Mistresilasie Tamerat ist nicht verfügbar. „Ich bin oben“, schreibt sie auf Whatsapp. Also die Treppe hoch, die man vorher gar nicht bemerkt hat. Doch auch auf der Galerie ist sie nicht zu sehen, kein Mensch ist hier zu sehen. Bis sich ganz hinten in der Ecke erst ein Kopf aus der Deckung eines breiten Ohrensesselrückens wagt, dann eine winkende Hand. „Hier.“</p></div><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/politik/wahl-aethiopien-unterdrueckung-opposition-pressefreiheit-li.3490090li.3490090Sun, 31 May 2026 10:38:50 GMTIn Äthiopien wird gewählt an diesem Montag, der Sieger steht längst fest: die Regierungspartei, die seit Jahren Opposition und unabhängige Medien drangsaliert. Mistresilasie Tamerat, 23 Jahre alt, fordert sie heraus. Warum tut sie sich das an?SZ<![CDATA[Wandern in Bayern: Bettwanzen auf dem Vormarsch – auch in Berghütten]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/4fd58a4c-8b1b-40a7-90be-406da02323a1.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C353%2C3950%2C2222" /><h1>Bayern: Auch in Berghütten gibt es immer häufiger Bettwanzen – wie Gäste sich schützen können - Bayern</h1><div data-dd-rum-id="article-body" data-manual="body" data-testid="article-body" id="article-body" itemprop="articleBody"><div data-dd-rum-id="article-body-free-content" id="sz-free-content-id"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Sie verstecken sich in Ritzen und in Matratzen und kommen meist erst in der Nacht heraus: Bettwanzen. Sie galten lange vielerorts als nahezu ausgerottet – aber seit einigen Jahren sind sie weltweit wieder auf dem Vormarsch. Vor allem da, wo Betten von wechselnden Gästen benutzt werden wie in Hotels, Jugendherbergen oder Hütten breiten sie sich aus. Denn die Wanze wandert mit dem Gast mit – ins nächste Quartier.</p></div><div data-dd-rum-id="article-body-metered-content" id="metered-content"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Das Thema treibt alljährlich die Wirte und Wirtinnen auf Alpenvereinshütten um. Laut Deutschem Alpenverein (DAV) sind jährlich etwa fünfzehn bis zwanzig der DAV-Hütten von Bettwanzen betroffen. Die Tendenz sei steigend, ähnlich wie bei Unterkünften im Tal, erläuterte der Bergsportverein, dessen Sektionen rund 325 Hütten mit rund 20 000 Übernachtungsmöglichkeiten betreiben.</p><div data-manual-remove="true" data-testid="teaser" id="articleTeaserM-3"><article data-manual="teaser-s" data-tb-region-item="" id="teaser-httpswwwsueddeutschedebayernbayern-whatsapp-kanal-sueddeutsche-zeitung-anmeldung-abonniere-lux53Kn45a8k7kuCphD9cvyfg"><a aria-label="Artikelverlinkung:" aria-labelledby="teaser-httpswwwsueddeutschedebayernbayern-whatsapp-kanal-sueddeutsche-zeitung-anmeldung-abonniere-lux53Kn45a8k7kuCphD9cvyfg" data-manual="teaser-url" data-tb-link="" data-track-szde="{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;nachrichten_aus_der_bayern_redaktion_jetzt_auf_whatsapp_abonnieren&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;bayern&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;lux.53Kn45a8k7kuCphD9cvyfg&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;bayern&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}" href="https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-whatsapp-kanal-sueddeutsche-zeitung-anmeldung-abonniere-lux.53Kn45a8k7kuCphD9cvyfg"></a><div><div><div><picture data-manual="teaser-image" data-tb-thumbnail=""><source sizes="(min-width: 768px) 240px, (min-width: 500px) 160px, 100px" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=240&amp;fm=avif&amp;q=60 240w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=50&amp;fm=avif&amp;q=60 50w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=100&amp;fm=avif&amp;q=60 100w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=200&amp;fm=avif&amp;q=60 200w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=320&amp;fm=avif&amp;q=60 320w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=480&amp;fm=avif&amp;q=60 480w" type="image/avif"></source><source sizes="(min-width: 768px) 240px, (min-width: 500px) 160px, 100px" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=240&amp;fm=webp&amp;q=60 240w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=50&amp;fm=webp&amp;q=60 50w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=100&amp;fm=webp&amp;q=60 100w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=200&amp;fm=webp&amp;q=60 200w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=320&amp;fm=webp&amp;q=60 320w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=480&amp;fm=webp&amp;q=60 480w" type="image/webp"></source><img alt="" loading="lazy" sizes="(min-width: 768px) 240px, (min-width: 500px) 160px, 100px" src="https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=240&amp;fm=jpeg&amp;q=60" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=240&amp;fm=jpeg&amp;q=60 240w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=50&amp;fm=jpeg&amp;q=60 50w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=100&amp;fm=jpeg&amp;q=60 100w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=200&amp;fm=jpeg&amp;q=60 200w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=320&amp;fm=jpeg&amp;q=60 320w, https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&amp;width=480&amp;fm=jpeg&amp;q=60 480w"></img></picture></div></div><h3><p><wbr></wbr><span data-manual="teaser-overline" data-tb-headline="">SZ Bayern auf Whatsapp</span></p><span>:</span><span data-manual="teaser-title" data-tb-title="">Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnieren</span></h3></div><p data-manual="teaser-text" data-schema-org-speakable="true" data-tb-description="">Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.</p></article></div><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Der DAV mahnt nun die Gäste: Mit einfachen Maßnahmen könnten sie helfen, eine Verbreitung zu vermeiden. Dazu zählen eine gründliche Gepäckkontrolle vor und nach der Tour sowie verschließbare Beutel für Rucksack und Gepäck.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">In manchen Hütten darf wegen der Wanzengefahr der Rucksack nicht mit in die Schlafräume genommen werden. Manche Wirte schwören auf Klebefallen, damit die Tiere hängen bleiben, wenn sie aus ihrem Versteck kriechen. Andere lassen Wanzenspürhunde durch die Schlafräume schnüffeln.</p><div><figure><div><div data-hydration-component-name="ImageAssetImage" role="presentation"><div><div><picture data-testid="responsive-image" role="button" tabindex="0"><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1000&amp;rect=53%2C21%2C1048%2C589 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=210&amp;rect=53%2C21%2C1048%2C589 210w, https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=420&amp;rect=53%2C21%2C1048%2C589 420w, https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=840&amp;rect=53%2C21%2C1048%2C589 840w, https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1536&amp;rect=53%2C21%2C1048%2C589 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=2000&amp;rect=53%2C21%2C1048%2C589 2000w" type="image/avif"></source><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1000&amp;rect=53%2C21%2C1048%2C589 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=210&amp;rect=53%2C21%2C1048%2C589 210w, https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=420&amp;rect=53%2C21%2C1048%2C589 420w, https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=840&amp;rect=53%2C21%2C1048%2C589 840w, https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1536&amp;rect=53%2C21%2C1048%2C589 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=2000&amp;rect=53%2C21%2C1048%2C589 2000w" type="image/webp"></source><img alt="Die Bettwanze lauert ihrem Opfer in Ritzen, hinter Sockelleisten und unter der Matratze auf. 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Auch in Koffern macht sie es sich gerne gemütlich. <small>Foto: Arno Burgi/dpa</small></figcaption></figure></div><div><figure><div><div data-hydration-component-name="ImageAssetImage" role="presentation"><div><div><picture data-testid="responsive-image" role="button" tabindex="0"><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1000&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=210&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=420&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=840&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1536&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=2000&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 2000w" type="image/avif"></source><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1000&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=210&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=420&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=840&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1536&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=2000&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 2000w" type="image/webp"></source><img alt="Eine Bettwanze wurde in eine Glasröhre gesteckt, damit Bettwanzenspürhunde die Suche nach den Schädlingen trainieren können." loading="lazy" sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=210&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=420&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=840&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1536&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=2000&amp;rect=231%2C0%2C2640%2C1485 2000w"></img></picture><span aria-hidden="true" data-manual-remove="true" title="Detailansicht öffnen"><svg height="24" viewbox="0 0 24 24" width="24" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><path d="M15.5 14h-.79l-.28-.27A6.471 6.471 0 0 0 16 9.5 6.5 6.5 0 1 0 9.5 16c1.61 0 3.09-.59 4.23-1.57l.27.28v.79l5 4.99L20.49 19l-4.99-5zm-6 0C7.01 14 5 11.99 5 9.5S7.01 5 9.5 5 14 7.01 14 9.5 11.99 14 9.5 14z"></path><path d="M0 0h24v24H0z" fill="none"></path></svg></span></div></div></div></div><figcaption>Eine Bettwanze wurde in eine Glasröhre gesteckt, damit Bettwanzenspürhunde die Suche nach den Schädlingen trainieren können. <small>Foto: Sina Schuldt/dpa</small></figcaption></figure></div><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Hüttenschlafsack und Kleidung sollten regelmäßig bei mindestens 40 oder besser 60 Grad im längsten Waschprogramm mit viel Waschmittel gewaschen werden, rät der Alpenverein. Bei nicht waschbaren Gegenständen hilft eine dreitägige Tiefkühlkur bei minus 18 Grad oder eine Hitzebehandlung im Backofen bei mindestens 55 Grad. Doch all das ist auf der Wanderung nicht möglich.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Dabei liegt Bergsport im Trend, Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte sind immer beliebter. Die Gästezahlen auf den Hütten steigen seit Jahren – mehr als 900 000 Übernachtungen waren es im Jahr 2024.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Ein Problem ist der Hüttenschlafsack, in dem sich die Tiere gern einnisten – und Kleidung, die auf Hütten kaum gewaschen werden kann. So werden die Blutsauger von Hütte zu Hütte getragen.</p><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true">Die Tiere werden etwa so groß wie Marienkäfer. Ihr ovaler Körper ist braun. Bettwanzen saugen Blut und ernähren sich davon. Meist juckt danach die Haut. Gefährlich sind sie nicht. Bislang ist nicht bekannt, dass sie Krankheiten auf Menschen übertragen.</p></div></div><img src="https://www.sueddeutsche.de/2024/12/09/9eb3992c-8ccd-422c-b33d-55d59e50937d.jpeg?rect=249,0,1400,1050&width=240&fm=jpeg&q=60" /><img src="https://www.sueddeutsche.de/2024/03/15/22c80cf5-247c-4c15-a801-e39dda9ed497.jpeg?q=60&fm=jpeg&width=1000&rect=53%2C21%2C1048%2C589" /><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/30/0338cdb0-1608-4c51-9cf0-a124b4dd7e6a.jpg?q=60&fm=jpeg&width=1000&rect=231%2C0%2C2640%2C1485" /><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/bayern/bettwanzen-berghuetten-hotels-verbreitung-schutz-li.3491416li.3491416Sun, 31 May 2026 10:06:17 GMTSie krabbeln nachts aus Ritzen: Bettwanzen sind auch in den Bergen aktiv – auf Hütten. Was Gäste tun können, um die Plage nicht auf die nächste Hütte zu tragen. Oder sie im Schlafsack mit heimzunehmen.SZ/DPA<![CDATA[Leute: „Weil das Tier so lange in der Sonne gelegen hat, wird es stark stinken“]]><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/5ec838c5-e257-4877-923a-cc087110bebd.jpg?q=60&fm=webp&width=1200&rect=0%2C875%2C2881%2C1621" /><h1>Buckelwal auf Anholt: Experten obduzieren Timmy in Dänemark - Panorama</h1><div data-dd-rum-id="article-body" data-manual="body" data-testid="article-body" id="article-body" itemprop="articleBody"><div data-dd-rum-id="article-body-free-content" id="sz-free-content-id"><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Peter Teglberg Madsen</strong>, 50, Walforscher aus <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/D%C3%A4nemark">Dänemark</a>, bereitet sich auf einen geruchsintensiven Einsatz vor. Er wird am kommenden Donnerstag mit weiteren Experten den Buckelwal sezieren, der in <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Deutschland">Deutschland</a> unter dem Namen „Timmy“ bekannt geworden ist. „Weil das Tier so lange in der Sonne gelegen hat, wird es stark stinken“, sagte der Madsen, der in Dänemark seit 25 Jahren Wal-Obduktionen begleitet. „Das wird ziemlich überwältigend, wenn man es nicht gewohnt ist.“ Die Obduktion wird auf der Insel Anholt stattfinden, am Nachmittag beginnen und „etwa sechs Stunden dauern“, sagte Morten Abildstrøm vom dänischen Amt für Naturverwaltung der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte ein Fahrzeug das Tier mit einem Seil aus dem flachen Wasser vor der Urlaubsinsel auf den Strand gezogen. Man wolle vor allem herausfinden, woran das Tier starb, so Walforscher Madsen – „denn in der Diskussion ging es ja viel darum, ob der Wal gerettet werden konnte oder nicht“. Der Forscher nimmt an, dass das Tier von vornherein keine Chance hatte. „Das war ganz offensichtlich ein krankes, entkräftetes Tier, das nicht gerettet werden konnte, und man hätte es einfach in Frieden lassen sollen.“ Stattdessen habe man ein Tier, das noch nie in Gefangenschaft gelebt habe, tagelang in einer Metallkiste eingesperrt über das Meer bugsiert. „Es wurde von den Wellen hin und her geschmissen, dem Lärm der Motoren ausgesetzt, um dann einfach ins Meer gekippt zu werden – das muss höllisch stressig und beängstigend für das Tier gewesen sein.“ Die Aktion sei „reine <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Tierqu%C3%A4lerei">Tierquälerei</a>“ gewesen, so Madsen.<br></br>Auf der beschaulichen Urlaubsinsel Anholt mit knapp 130 Bewohnern wundern sich viele über das große Interesse an dem „deutschen Promi-Wal“, wie ihn hier einige nennen. „Ich verstehe nicht, wieso die Deutschen so ein Aufheben um diesen Wal machen“, sagte die Dänin Susanna der Deutschen Presse-Agentur. Für die Einheimischen bedeutet der Kadaver vor allem Ärger, zumal er am beliebtesten und zugänglichsten Strand der Insel liegt. Wenn die Arbeiten an dem Tier beginnen, dürfen Presse und Öffentlichkeit mit etwas Abstand zusehen. Tierärzte, Behördenvertreter und Experten werden zum Beispiel nach Resten von Fischernetzen und Plastik im Darm und in der Speiseröhre des Tiers suchen. „Bei vier der letzten sechs gestrandeten Buckelwale in Dänemark haben Fischernetze nachweislich eine Rolle bei ihrem Tod gespielt“, sagte Walforscher Madsen. Bei den beiden anderen sei das zumindest eine Möglichkeit gewesen, man könne es nur nicht mit Sicherheit sagen. „Wir sollten uns darüber freuen, dass wir wieder mehr Buckelwale in der <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Ostsee">Ostsee</a> sehen“, sagte der <a href="https://www.au.dk/en/peter.madsen@bio.au.dk/" target="_blank">Experte von der Universität Aarhus</a>. „Aber anstatt so viele Ressourcen auf den Versuch zu verwenden, ein einzelnes Tier zu retten, sollten wir dafür sorgen, dass Tiere nicht in solche Situationen geraten.“</p></div><div data-dd-rum-id="article-body-metered-content" id="metered-content"><div><figure><div><div data-hydration-component-name="ImageAssetImage" role="presentation"><div><div><picture data-testid="responsive-image" role="button" tabindex="0"><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 2000w" type="image/avif"></source><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 2000w" type="image/webp"></source><img alt="" loading="lazy" sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 210w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 420w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 840w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C3072%2C2101 2000w"></img></picture><span aria-hidden="true" data-manual-remove="true" title="Detailansicht öffnen"><svg height="24" viewbox="0 0 24 24" width="24" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><path d="M15.5 14h-.79l-.28-.27A6.471 6.471 0 0 0 16 9.5 6.5 6.5 0 1 0 9.5 16c1.61 0 3.09-.59 4.23-1.57l.27.28v.79l5 4.99L20.49 19l-4.99-5zm-6 0C7.01 14 5 11.99 5 9.5S7.01 5 9.5 5 14 7.01 14 9.5 11.99 14 9.5 14z"></path><path d="M0 0h24v24H0z" fill="none"></path></svg></span></div></div></div></div><figcaption> <small>Javier Rojas/Javier Rojas/PI via ZUMA Press W</small></figcaption></figure></div><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong><a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Kanye_West">Kanye West</a></strong>, 48, US-Rapper mit einer Tendenz zu rassistischen und antisemitischen Aussagen, wird diesen Sommer wohl nicht nach <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Italien">Italien</a> reisen. Der Auftritt des umstrittenen Musikers in der italienischen Stadt Reggio Emilia ist abgesagt worden. Der Präfekt der 172 000-Einwohner-Stadt, Salvatore Angieri, teilte mit, die Absage erfolge aus Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. Das Konzert des Rappers hätte am 18. Juli in der RCF Arena stattfinden sollen. Auch ein Konzert von US-Rapper <strong>Travis Scott</strong>, 35, einen Tag zuvor wurde abgesagt. Die beiden Rapper hätten eigentlich bei dem Musikfestival „Pulse of Gaia“ in Reggio Emilia auftreten sollen. Die Entscheidung zur Absage fiel bei einer Sitzung des Provinzausschusses für öffentliche Ordnung und Sicherheit. Zuvor hatte bereits die britische Regierung dem Musiker die Einreise verweigert. In <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Polen">Polen</a> wurde ein geplantes Konzert von den Veranstaltern abgesagt. Einen Auftritt in <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Frankreich">Frankreich</a> sagte West wegen eines drohenden Verbots selbst ab. Auch ein Auftritt in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi wurde zuletzt abgesagt. Kanye West zählt zu den einflussreichsten und zugleich am stärksten polarisierenden Künstlern der Musikindustrie. Immer wieder fiel der Ex-Mann von Kim Kardashian mit rassistischen und antisemitischen Aussagen auf. 2025 hatte er ein Lied mit dem Titel „Heil Hitler“ veröffentlicht. In Form einer ganzseitigen Anzeige im <em>Wall Street Journal</em> bat er später um Entschuldigung.</p><div><figure><div><div data-hydration-component-name="ImageAssetImage" role="presentation"><div><div><picture data-testid="responsive-image" role="button" tabindex="0"><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 210w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 420w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 840w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=avif&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 2000w" type="image/avif"></source><source sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 210w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 420w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 840w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=webp&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 2000w" type="image/webp"></source><img alt="" loading="lazy" sizes="(min-width: 768px) 704px, 100vw" src="https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900" srcset="https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1000&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 1000w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=210&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 210w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=420&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 420w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=840&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 840w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=1536&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 1536w, https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&amp;fm=jpeg&amp;width=2000&amp;rect=0%2C0%2C1118%2C900 2000w"></img></picture><span aria-hidden="true" data-manual-remove="true" title="Detailansicht öffnen"><svg height="24" viewbox="0 0 24 24" width="24" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><path d="M15.5 14h-.79l-.28-.27A6.471 6.471 0 0 0 16 9.5 6.5 6.5 0 1 0 9.5 16c1.61 0 3.09-.59 4.23-1.57l.27.28v.79l5 4.99L20.49 19l-4.99-5zm-6 0C7.01 14 5 11.99 5 9.5S7.01 5 9.5 5 14 7.01 14 9.5 11.99 14 9.5 14z"></path><path d="M0 0h24v24H0z" fill="none"></path></svg></span></div></div></div></div><figcaption> <small>GABO Photos</small></figcaption></figure></div><p data-manual="paragraph" data-schema-org-speakable="true"><strong>Nina Hagen</strong>, 71, Punksängerin, hat keine Angst vor dem Tod. „Im Gegenteil. Gottes Zeitplan ist perfekt. Jesus hat den Tod für uns alle besiegt. Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, haben wir nichts mehr mit dem Tod an der Backe“, sagte sie am Samstag dem katholischen Kölner Internetportal domradio.de. „Wir werden eines schönen Tages unsere Knochen hier liegen lassen, wie sich das gehört, aber wir bekommen dann einen neuen himmlischen Körper. Und darauf freue ich mich.“ Sie sei schon in der Pubertät mit dem christlichen Glauben in Berührung gekommen, berichtet die in Ostberlin geborene Sängerin und Schauspielerin, die aus einem atheistischen Elternhaus stammt. Auf die Bibel sei sie über das Werk von Bertolt Brecht aufmerksam geworden. „So habe ich angefangen, darin zu lesen, und wurde schon sehr früh quasi zum Jünger von Jesus. Weil ich mich in die Tatsache verliebt hatte, dass es tatsächlich den einen richtig guten Menschen gibt, der er ist.“</p></div></div><img src="https://www.sueddeutsche.de/2026/05/31/06967644-84b9-4315-8e9c-310a5fb3bb3d.jpg?q=60&fm=jpeg&width=1000&rect=0%2C0%2C3072%2C2101" /><img src="https://www.sueddeutsche.de/2022/12/09/b1299a4b-d69e-4e28-9ce2-626fd980a8d6.jpeg?q=60&fm=jpeg&width=1000&rect=0%2C0%2C1118%2C900" /><br><span style='font: #ff0000'>Generated by <a href='https://github.com/andreskrey/readability.php'>Readability.php</a>.</span>https://www.sueddeutsche.de/panorama/wal-obduktion-daenemark-ursachen-auswirkungen-li.3491188li.3491188Sun, 31 May 2026 09:22:32 GMTDänemarks führender Wal-Forscher bereitet sich auf die Obduktion von „Timmy“ vor, Kanye West wird nicht in Italien auftreten, und Nina Hagen freut sich auf ihren „neuen himmlischen Körper“.SZ/dpa/hawi